GP 03./04.10.15

Gebrauchsprüfung (GP) am 03.10.2015
in Hayn

Vom 03.-04.10.2015 führte die LG Sachen Anhalt ihre alljährliche GP im Revier Hayn der Gräflich Ortenburg´schen Forstverwaltung durch. Zur Prüfung wurden dieses Jahr 8 Hunde gemeldet, 2 Gespanne mussten leider ihre Teilnahme absagen. Nachdem in den letzten Jahr jährlich mehr als 10 Hunde sich dieser Prüfung stellten ist mit nur 6 angetretenen Gespannen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Bei besten äußeren Bedingungen konnten alle 6 Gespanne die Prüfung bestehen. An beiden Prüfungstagen war es trocken und sonnig, bei Temperaturen um 10°C und guter Bodenfeuchtigkeit. Die Wasserfächer wurden an anspruchsvollen Waldteichen, welche mit dichtem Schachtelhalm bewachsen waren, geprüft. Gestöbert wurde in Laub- und Nadelholzdickungen. Vorkommende Wildarten: Rot-, Schwarz- und Rehwild. An dieser Stelle einen recht herzlichen Dank an die anwesenden Richter, die teilweise an 4 aufeinanderfolgenden Tagen zum Richten eingesetzt wurden.
Maik Härter (Prüfungsleiter)

Richtergruppe 3:
Langhof, Roy (FW, Bericht) | Möhring, Andreas (FW) | Steinecke, Jens (RA LG 03) | Geßler, Alexander (RA LG 02)

3.Preis mit 198 Punkten
\ PERSEUS VOM OLYMP 14-196, BRAUNSCHECK , Rüde, gew. 20.03.2014 nach >S KNUFF VOM WILDERERSTEIN 12-119 aus >S BETTYLOU WEIDELSBURG 09-229 Z:. Peter Hesse 59757 Arnsberg E u.F.: Peter Hesse 59757 Arnsberg
Vereinsmünze in bronze
Gepflegter Helltigerrüde mit ausgeglichenen Proportionen und kompaktem Rüdenschädel und dichtem, kräftigen Haar. Gutes Gangwerk, er könnte noch etwas mehr Substanz haben, ansonsten ohne Mängel.
Stockmaß: 50 cm
In eine dichte Fichtendickung geschickt nimmt Perseus diese sofort an und geht in die Tiefe. Er wird nach 3 Minuten laut und jagt ein Stück Rehwild innerhalb des abgestellten Bereiches. Er kann von einem Richter abgerufen werden und wird von diesem nach einer kurzen Pause wieder geschickt. Nach 20 Minuten kommt er auf dem Waldweg zum Führer zurück und wird angeleint. Gehorsam Schalenwild nachgewiesen. Riemenarbeit: Der Führer meldet während der sehr ruhigen und konzentrierten Riemenarbeit regelmäßig Schweiß und findet ein Wundbett. Ab dem zweiten Haken wird die Arbeit unkonzentrierter, sie wirkt fast lustlos. Der Rüde beginnt zu faseln und wird abgerufen. Die restliche Strecke ist von permanentem Motivieren und Loben des Hundes geprägt. Nach 24 Minuten findet das Gespann zum Stück. Arbeit unter der Flinte: Perseus zeigt eine Arbeit der es an Breite fehlt, er lässt sich hier nur schwer lenken und leiten. Stöbern ohne Ente: Perseus rändelt am Rand des Schilfes und steigt nach 4 Minuten aus dem Wasser. Nach einigen Kommandos nimmt er das Schilf wieder an und hält sich während der gesamten Prüfungszeit nur im Randbereich des zugewiesenen Schilfes auf. Beim Folgen frei bei Fuß gibt der routinierte Führer einige Kommandos. Ein harmonisch auftretendes Gespann wird während der Gesamtprüfung bewertet. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 02.10.2015 in Hayn
Fw.: SG/V 8 8 8 – – – – j 8 4 j 8 5 8 8 8 6 8 8 6 8 8

3.Preis mit 182 Punkten
>S SHIRA VOM HUBERTUSKOPF 12-522, BRAUN , Hündin, gew. 10.11.2012 nach >S CASSIUS CLAY WEIDELSBURG 10-476 2423 aus \S NIKE VOM HUBERTUSKOPF 09-475 2389 Z:. Bernd Apel 06536 Südharz Ot Wickerode E u.F.: Peter Hesse 59757 Arnsberg
Vereinsmünze in bronze
Kräftige braune Hündin mit glattem Haar und schönem Hündinnenkopf. Das Gangwerk leicht federnd, hinten leicht hackeneng.
Stockmaß: 47 cm
Stöbern Wald: An einer Dickung geschnallt geht Shira nach kurzer Orientierung und Aufmunterung durch den Führer in die Tiefe, wird nach 3 Minuten anhaltend Laut und jagt Wild ohne das die Richter etwas sehen können. Nach anfänglich kurzen Intervallen geht sie etwas mehr in die Tiefe und es ist der Wille erkennbar, Wild zu finden. Auf Geheiß des RO wird sie nach 24 Minuten angeleint. Riemenarbeit: Auf der gesamten Fährte pendelt Shira im Dunstbereich von rechts und links mit hoher Nase jeweils 3-5 Meter. Eine Arbeit in 17 Minuten ohne Abruf an die Fährte angelehnt. Beim Bringen von Federwild benötigt sie auf dem Rückweg eine Griffverbesserung. Beim Stöbern ohne Ente steigt Shira mehrfach aus und lässt sich nach Kommandos des Führers wieder schicken. Sie hält sich während der gesamten Prüfungszeit nur im Randbereich des zugewiesenen Schilfes auf. Das routinierte Gespann harmoniert über die gesamte Prüfung. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 02.10.2014 in Hayn
Fw.: SG 6 6 8 – – – – j 8 4 j 6 8 8 8 7 6 8 8 – 8 8

3.Preis mit 207 Punkten
\ ULME VOM HUBERTUSKOPF 13-448, BRAUNSCH. , Hündin, gew. 13.10.2013 nach >S(:) ILK VOM WILDERERSTEIN 11-265 aus >S LASKA VOM HUBERTUSKOPF 08-001 2287 Z:. Bernd Apel 06536 Südharz Ot Wickerode E u.F.: Bernd Apel 06536 Südharz Ot Wickerode
Vereinsmünze in bronze
Gut proportionierte Braunschimmelhündin mit leicht gewelltem Haar und schönem, kräftigem Hündinnenkopf. Gangwerk flüssig, vorne leicht zeheneng.
Stockmaß: 46 cm
Stöbern: In die Dickung geschickt wird Ulme nach 2 Minuten laut und jagt ein Stück Rehwild. Sie wird vom Führer abgerufen und nach einer kurzen Pause wieder geschickt. Sie geht sofort mit hohem Finderwillen in die Tiefe und wird vom RA gesehen. Nach 20 Minuten wird sie angeleint. Riemenarbeit: Die Hündin verweist während der gesamten Arbeit mehrfach Schweiß und ein Wundbett. In 11 Minuten findet das eingespielte Gespann zum Stück. Eine Riemenarbeit, welche zu Recht die Note sehr gut verdient! Beim Bringen aus tiefem Wasser und nach der Verlorensuche dreht sich Ulme vor dem Ausgeben der Ente vom Führer weg und gibt nach einem Kommando aus. Beim Stöbern ohne Ente schwimmt die Hündin zuerst auf der Freifläche und wird vom Führer Richtung Schilf geleitet. Ulme hält sich während der gesamten Prüfungszeit nur im Randbereich des zugewiesenen Schilfes auf. Über die ganze Prüfung hinweg arbeitet Ulme stets eifrig und gut mit ihrem Führer zusammen. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 12.09.2015 in Hayn
Fw.: SG 8 7 8 – – – – j 8 4 j 6 7 8 8 7 7 8 8 8 8 8

Richtergruppe 1:
Oelze, Karsten (FW, Bericht) | Möhring, Alexander | Arens, Marita (Gastrichter JGHV) | Püst, Heinrich (Gastrichter JGHV)

2.Preis mit 195 Punkten
> LOTTE VOM WILDERERSTEIN 13-169, ROTSCHIMMEL , Hündin, gew. 21.03.2013 nach >S ALF VON DER ALTEN ALLER 11-131 2478 aus >S HANNAH VON DREIANNEN 10-239 2542 Z:. Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E u.F.: Gerd Härter 38889 Rübeland
Vereinsmünze in silber
Dunkel pigmentierte mittelstarke RS-Hündin mit passendem Kopf und hellem Auge. Leichte Fehler im Gangwerk.
Stockmaß: 47 cm
Stöbern: An einer Laubholzdickung geschnallt, findet die Hündin innerhalb von einer Minute Rotwild, trennt ein Kalb vom Rudel und jagt ausgiebig. Nach 30 Minuten zurück beim Führer. Im zweiten Durchgang zeigt die Hündin eine systematische und raumgreifende Suche ohne Wild zu finden. Dauer 18 Minuten. Schweißarbeit: Die Hündin zeigt eine stürmische Arbeit, wodurch sie den ersten Haken überschießt und einen Rückruf bekommt. Im weiteren Fährtenverlauf wird das Gespann sicherer und ist nach 20 Minuten am Stück. Bringen E.a.t.W. Bei beiden Bringarbeiten gibt die Hündin im Stehen aus. Die Hündin zeigt sich während der Prüfung sehr arbeitsfreudig und bildet ein harmonisches Gespann mit ihrem Führer. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 10.09.2014 in Hayn
Fw.: SG 8 8 8 – – – – j 8 8 j 6 8 8 8 8 8 8 8 – 8 8

3.Preis mit 187 Punkten
>S IVO VOM WILDERERSTEIN 11-267, BRAUN , Rüde, gew. 09.04.2011 nach >S(:) XIMON WEIDELSBURG 07-205 2255 aus > EDDA VOM WILDERERSTEIN 07-593 Z:. Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E u.F.: Udo Beinhauer 76327 Pfinztal
Vereinsmünze in bronze
Kräftiger brauner Rüde mit starkem Schädel und glattem braunen Haar. Hinten ist das Gangwerk nicht ganz flüssig.
Stockmaß: 54 cm
Stöbern: In einer 3,5 ha gegatterten Laubholzdickung wird Ivo zum Stöbern geschickt und findet nach kurzer Zeit Rehwild, jagt dieses aus dem Gatter und sucht dann in einer benachbarten Dickung weiter. Dort findet er nach kurzer Zeit Alttier und Kalb. Dies wird wiederum aus dem Treiben gejagt. Der Rüde ist nach 15 Minuten wieder beim Führer, Schalenwildgehorsam nachgewiesen! In einem zweiten Durchgang zeigt der Rüde eine raumgreifende Arbeit, findet aber kein Wild. Nach 20 Minuten angeleint. Schweißarbeit: Das Gespann zeigt eine ruhige Suche. Der erste Haken wird geschnitten, das Gespann korrigiert sich aber selber und sucht korrekt weiter. Am zweiten Haken kommt der Rüde kurz ab, korrigiert sich aber wiederum völlig eigenständig und das Gespann ist nach 20 Minuten sicher am Stück. Bringen Federwild:leichte Unsicherheit Bringen Haarwild: Ca. 50 m vor dem Führer legt der Rüde den Hasen ab und braucht ein Kommando um zu bringen. Bringen E.a.t.W.: Der Rüde gibt bei beiden Bringarbeiten nicht korrekt aus. Arbeit unter der Flinte: Der Führer kann den Rüden nur mit energischen Kommandos und dauernder Einwirkung unter der Flinte halten. Bringzuverlässigkeit: 2Kommandos sind notwendig, damit der Rüde korrekt bringt. Der Erstlingsführer stellt den Rüden bis auf kleinere Schwächen gut vor. Harmonisches Gespann – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 04.10.2013 in Hayn
Fw.: SG 8 6 5 – – – – j 8 7 j 4 2 8 4 8 8 8 8 8 8 8

Richtergruppe 2:
Quappe, Claudia (FW, Bericht) | Juch, Dieter | Döpp, Ernst (LG 04) | Zellemann, Klaus (Gastrichter JGHV)

2.Preis mit 198 Punkten
\ TINA VOM LONAUTAL 13-368, BRAUN , Hündin, gew. 22.05.2013 nach >S(:) ILK VOM WILDERERSTEIN 11-265 aus \ RIEKE VOM LONAUTAL 10-133 Z:. Lutz Kobrig 37412 Herzberg E u.F.: Uwe Hoppstock 06343 Mansfeld
Vereinsmünze in silber
Mittelstarke braune Hündin mit ansprechendem Kopf und derb gewelltem Haar. Geht hinten hackeneng und vorne zeheneng. Behänge etwas zu kurz.
Stockmaß: 50 cm
Stöbern: In einem Fichtenaltholz mit Buchenvoranbau wurde der Hund zur Suche geschickt, löst sich sofort vom Führer und geht in die Tiefe. Die Hündin findet nach ca. 6 Min Rehwild und jagt dieses laut aus dem Treiben. Die Hündin ist innerhalb von 15 Minuten wieder beim Führer, Gehorsam am Schalenwild nachgewiesen. Im Anschluss nahm die Hündin das Gelände wieder selbstständig an und wurde nach einer Gesamtarbeitszeit von 30 Minuten angeleint. Riemenarbeit: Das ruhig arbeitende Gespann überschießt den ersten Haken, bekommt einen Rückruf und findet dann in einer sicheren Suche zum Stück. Bringen Federwild: Der Führer muss auf dem Rückweg ein Kommando geben, um in Besitz des Stückes zu kommen. Bringen Hase: 20 m vor dem Führer legt die Hündin den Hasen kurz ab, ein Kommando ist notwendig, damit die Hündin bringt. Verlorensuche Wasser: Die Hündin nimmt das Wasser zögerlich an, so dass der Führer Kommandos geben muss. Arbeit unter der Flinte: Die passionierte Hündin benötigte Führereinwirkung, um im Schrotschussbereich zu bleiben. Der erfahrene Führer wird mit seiner passionierten Hündin verdient Prüfungssieger. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 11.09.2015 in Hayn
Fw.: SG 8 6 5 – – – – j 6 8 j 7 5 8 8 8 8 8 8 8 8 8