Protokoll der Landesgruppenversammlung der LG Sachsen Anhalt am 12.03.2017 im Hotel „Sachsen-Anhalt“ in Barleben

Top 1 Bericht des Vorsitzenden
Unser Landesgruppenvorsitzender Andreas Drube eröffnet um 10 Uhr die Versammlung und bedankt sich bei den zahlreich erschienenen Mitgliedern für ihre Teilnahme. Im Anschluss wird mit einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern Frau Anja Schaffeld und Herrn Gerhard Nuckelt gedacht. Hans-Jörg Groß und Jens Radtke werden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im VDW geehrt. Die Landesgruppe hat im Vergleich zum Vorjahr ihre Mitgliederanzahl weiter erhöht. Zum 07.03.2016 sind 271 Mitglieder zu verzeichnen. Die LG verfügt derzeit über 20 aktive Richter und einen Richteranwärter. Burghard Papendorf hat einen Antrag auf Registrierung als Richteranwärter gestellt. Dieser ist noch in Bearbeitung. Zukünftig hat auch Siegfried Müller Interesse am Richteramt geäußert. Uwe Hoppstock und Alexander Möhring sind zurzeit als Richteranwärter Schweiß registriert.
Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt war in 2016 wieder sehr aktiv im Prüfungs- und Vereinsgeschehen. So konnte die LG wieder eine Vielzahl an Prüfungsplätzen zur Verfügung stellen. Besonderer Dank kommt dabei den Pächtern der Hasenreviere und den Richtern zu. Weiterhin wurden verschiedene Welpenspieltage, Abrichte- und Übungslehrgänge sowie der Familientag im Harz durchgeführt. Zudem hat die Landesgruppe noch zwei größere S-Jagden im FB Süd und in verschiedenen Revieren im Harz/Harzrand veranstaltet. Insgesamt konnten 7 Hunde den LN Schwarzwild ablegen. Für das Jahr 2017 sind wieder umfassende Aktivitäten der Landesgruppe geplant. Weitere Informationen sind der DWZ zu entnehmen. Zum Ende seines Vortrags berichtet der Vorsitzende noch über aktuelle Geschehnisse aus dem Hauptverein. Er verweist auf die letzte HV und Änderungen der Satzung und Zuchtordnung (v.a. Röntgenquote). Es wurde von einer LG ein Einspruch gegen die Satzungsänderung erhoben. Die LG `en sind grundsätzlich nicht rechtsfähig, da sie Unterabteilungen des VDW sind. Trotzdem wurde der Einspruch vom Vorstand/bzw. Vorsitzenden rechtlich geprüft. Es ist alles gesetzeskonform, mittlerweile besteht Rechtssicherheit und die Satzungsänderung ist eingetragen. Die Handlungsweise der einsprucherhebenden LG ist kritisch zu hinterfragen, handelte es sich doch um eine demokratische Mehrheitsentscheidung! Weiterhin berichtet er von anhaltender Kritik gegen die LG SA bzw. deren Mitglieder. Kritikgegenstand war u.a. erneut die Veröffentlichung der Prüfungsberichte auf der Landesgruppenhomepage. Der LG-Vorsitzende verweist in diesem Zusammenhang auf sein Schreiben aus Juni 2016 in dem er den Standpunkt der LG detailliert dargelegt hat. Zudem wird der Landesgruppe vorgeworfen, aktiv Mitglieder aus anderen Landesgruppen abzuwerben. Der Vorsitzende weist dies entschieden zurück. Aus der Versammlung kommt noch der Einwand, dass zukünftig eine einheitliche Vorgehensweise bei der Aktualisierung der Zuchtrüdendatei auf der Homepage erfolgen soll. Der Vorsitzende erklärt, dass bei Änderungen (weitere Prüfung / LZ etc.) vom Besitzer ein Nachweis an den Vorsitzenden, stllvt. Vorsitzenden, Zuchtwart oder Prüfungswart zu senden ist. Dieser veranlasst dann die Aktualisierung auf der Homepage. Ebenso sollen die Besitzer ihre zuchttauglichen DW melden, damit diese in die Datei aufgenommen werden können.

Top 2 Bericht Zuchtwart
Im Zuchtjahr 2016 sind in der Landesgruppe über 120 Welpen aus 19 Würfen gefallen. Damit nimmt die LG Sachsen-Anhalt in 2016 den größten Anteil (ca. 20 %) am Zuchtgeschehen im Gesamtverein ein. Der Leistungsstand der zur Zucht eingesetzten Elterntiere ist weiterhin hoch. In diesem Zusammenhang appelliert der Landeszuchtwart an die Züchter, dass die Leistungsfähigkeit und Gesundheit bei der Wahl des Zuchtpartners im Vordergrund stehen sollte und nicht persönliche Bequemlichkeiten (z.B. kurze Wege zum Deckrüden). In 2016 wurden 3 neue Zwinger von Mitgliedern der Landesgruppe angemeldet. Der Zwinger v. Lutherstein konnte schon einen ersten erfolgreichen Wurf vermelden. Derzeit stehen 34 Zuchtrüden in der Landesgruppe.
Für das Jahr 2017 sind bereits 15 Deckscheine ausgestellt worden und 13 Hündinnen gedeckt, wovon sechs Würfe liegen. Zwei Würfe sind leer geblieben. Mit 43 Welpen aus sechs Würfen ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Höchststand erreicht. Neu am Zuchtgeschehen beteiligt haben sich die Zwinger v. Diemtal, v.d. Lausebuche und v. Entenparadies. Weiterhin besteht im östlichen Teil des Bundeslands bei Herrn Berbig und Herrn Bräse Zuchtinteresse. Weitere Deckakte sind für den Herbst geplant. Der Zuchtwart weist jedoch darauf hin, dass nicht eine hohe Welpenanzahl, sondern die Qualität der Welpen an erster Stelle stehen muss.
Die Auswertung des Wurfjahrgangs 2013 ergibt, dass 88 % der Welpen auf einer JP vorgestellt wurde. Die HD/ED Röntgenquote liegt bei 50 %, jedoch differiert diese sehr stark zwischen den einzelnen Zwingern (0-100 %).

Der Zuchtwart bemängelt die fehlenden Informationen für die Nachzuchtkontrolle, wenn nur wenige bis gar keine Welpen geröntgt werden. Hier sind die Züchter gefragt, auf ihre Welpenkäufer einzuwirken und ggf. finanzielle Anreize zu schaffen. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Änderungen der Zuchtordnung. Ab 2018 besteht für jeden Zwinger eine verpflichtende Röntgenquote von 30 % pro Wurf. Zudem wird mittlerweile die ED Auswertungsgebühr vom Hauptverein übernommen. Der Zuchtwart berichtet anschließend über Themen / Neuigkeiten von der Zuchtwartetagung am 17.-18.02.17 in Hofbieber. Demnach wurde bei der Auswertung der Gesundheitsumfrage festgestellt, dass über 30 % der Hunde an Haut- und Haarproblemen leiden. In diesem Zusammenhang sind die Formwertrichter angehalten, verstärkt auf Haut- und Haarprobleme zu achten und diese im Formwertbericht zu protokollieren. Insbesondere sind dabei auch auf vorherige kosmetische Behandlungen / Korrekturen, z.B. öl-glänzende Ohren, zu achten. Weiterhin wurde beschlossen, dass Mischpaarungen ab sofort auch ohne Blutanschluss möglich sind.
Der Zuchtwart beendet seinen Vortrag, indem er sich für die gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter und den Züchtern bedankt. Er verweist noch einmal auf eine unbedingt notwendige Erhöhung der Röntgenquote – nur so können die Skeletterkrankungen beim Deutschen Wachtelhund in den Griff bekommen werden. Im Anschluss übernimmt der stlvt. Zuchtwart Andreas Drube noch die Verleihung des Züchterpreises für den Jahrgang 2014 Drei von 13 bewerteten Würfen kamen in die Bewertung. Dabei fielen der T-Wurf „Nimrods“ auf den 3. Platz, der L-Wurf „vom Wildererstein“ auf den 2. Platz und der M-Wurf „vom Wildererstein“ auf den 1. Platz. In diesem Zusammenhang verweist der Vorsitzende auf einen Antrag zur Aktualisierung der Züchterpreisordnung. Näheres dazu unter Top 5.

Top 3 Bericht Prüfungswart
Der Prüfungswart spricht zunächst allen Richtern, Anwärtern und Revierinhabern und -führern seinen Dank für ihr hohes Engagement aus, ohne dass die Landesgruppe das hohe Niveau des Prüfungsgeschehens nicht aufrechterhalten könnte. Wie schon in den letzten Jahren konnte Sachsen Anhalt die mit Abstand höchste Anzahl an Prüfungsteilnehmern verzeichnen. Insgesamt wurden 161 Gespanne durchgeprüft. Als Prüfungsrevierschwerpunkte haben sich die Reviere Wernigerode, Hayn und Roßla herausgestellt, aber auch im Norden und Osten von Sachsen-Anhalt haben Prüfungen stattgefunden. In 2016 wurden 98 Hunde auf einer JP geprüft. Dabei hat sich die Anzahl der 1. Preise gegenüber 2016 auf 29 erhöht. Die restliche Preisverteilung zeigt sich relativ konstant. Der höhere Anteil an 1. Preis ist möglicherweise auf das Bestverfahren bei der Hasenspur zurückzuführen. Die Teilnehmerzahlen für EP und EPB blieben im Vergleich zum Vorjahr konstant, wohingegen sich die Anzahl an GP-Gespannen um fast 50 % erhöht hat. Weiterhin hat die LG eine Verbandsschweißprüfung im Harz ausgerichtet, wo einige DW sehr gute Ergebnisse erzielen konnten. Besonders erfreulich ist, dass ein DW Prüfungssieger auf der Landessiegersuche des LJV Sachsen-Anhaltes wurde. Für die anstehende Prüfungssaison 2017 haben bisher ca. 80 Hundeführer ihren Hund zur JP angemeldet.
Top 4 Bericht Kassenwart
Ronald Sittel stellt den anwesenden Mitgliedern den Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2016 vor. Der Gesamtbestand der Kasse hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, was auf die Unterstützung der Delegierten anlässlich der HV, gestiegenen Richterkosten und den noch fehlenden Beitragserstattungen vom Hauptverein zurückzuführen ist. Die Kassenprüfer Helmut Jachalke und Roland Sterner bestätigen dem Kassenwart eine vorbildliche Führung der Kasse und bitten die Versammlung um seine Entlastung. Diese erfolgt einstimmig bei Enthaltung des Kassenwarts.

Top 5 Verschiedenes
Abstimmung über folgende Anträge:
1. Der Vorsitzende und der Zuchtwart stellen die novellierte Züchterpreisordnung zur Abstimmung vor. Zukünftig sollen u.a. auch die ED-Röntgenergebnisse mit in die Bewertung einfließen.
Der Antrag wird von der Versammlung einstimmig angenommen. Die aktualisierte Züchterpreisordnung kann auf der Landesgruppenhomepage eingesehen werden.
2. Die vom LG-Vorstand im Herbst beschlossenen Sofortmaßnahmen (Anm. Erhöhung Nenngeld JP 2017 auf 80 € und Reduzierung Kilometergeld Richter auf 0,25 € pro km) um ein weiteres Absinken des Kassenbestands zu verhindern, sollen nachträglich von der Landesgruppenversammlung legitimiert werden.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
3. Der Landesgruppenvorsitzende stellt der LG-Versammlung vom Vorstand ausgearbeitete Vorschläge dar, um den Kassenbestand zukünftig stabil zu halten:
a. die Meldegebühren werden ab den Herbstprüfungen 2017 um 10 € für alle Prüfungen erhöht
b. zum Familientag wird eine Spendenkasse eingerichtet, dessen Einnahmen der Landesgruppe zukommen
c. die Prüfungsleiter verzichten zukünftig auf die Aufwandsentschädigung von 3 € / pro geprüften Hund
d. der Prüfungswart verzichtet zukünftig auf die Aufwandsentschädigung von 1 € / pro gemeldeten Hund
Der Antrag wird einstimmig angenommen.
4. Der Prüfungswart stellt den Antrag, dass zukünftig alle VDW-Mitglieder das gleiche Nenngeld auf Prüfungen der LG SA bezahlen (Anm.: Bisher haben Mitglieder anderer LG die Differenz zu den Nenngeldern ihrer LG zuzahlen müssen).
Der Antrag wird bei einer Enthaltung angenommen.
5. Herr Papendorf stellt den Antrag, dass zukünftig alle Beiträge von Herrn Paulsen (Anm.: Herausgeber Hund & Jagd) unter seinem richtigen Namen Herrn Pawlak zu veröffentlichen sind. Außerdem sollten seine Beiträge vor der Veröffentlichung auf der Vereinshomepage inhaltlich geprüft werden, um somit die Veröffentlichung unwahrer bzw. vereins-und rasseschädigende Inhalte in Vereinsmedien zu verhindern. In der Folge entwickelt sich eine rege Diskussion, an der sich mehrere Personen beteiligen. Man kommt zu dem Konsens, dass Paulsen’s Beiträge über die IOCH-Untersuchung berechtigt waren, er jedoch durch diffamierende Äußerungen über die Rasse Deutscher Wachtelhund (Anm.: waidlaut, Epilepsie belastet etc.) an Seriosität eingebüßt hat. Der Vorsitzende schlägt daraufhin vor, den Antrag zur erweiterten Vorstandssitzung im Mai vorzustellen und mit dem erweiterten Vorstand über weitere Schritte zu beraten. Der Antragsteller ist damit einverstanden.
Des Weiteren informiert Herr Papendorf, dass ein Ersthelfer Seminar in Nauenburg geplant ist. Herr Wechsung weist noch auf die Messe Reiten Jagen Fischen in Erfurt und lädt alle Interessierten herzlich ein.

Um 13.20 Uhr bedankt sich der Vorsitzende bei den Mitgliedern für ihre Teilnahme und beendet die Versammlung.

Alexander Möhring
Schriftführer