Am Tag der Deutschen Einheit führte die LG Sachsen-Anhalt eine Prüfung in Hayn/Straßberg durch. Hörnerklang eröffnete den Prüfungstag, zu dem sich 4 Gespanne der GP stellten. Wiederholt fanden wir im Revier Hayn sehr gute Prüfungsbedingungen bei kurzen Wegen vor. Recht herzlichen Dank an Familie Graf zu Ortenburg. Die Prüfungsteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, in denen noch insgesamt 5 EPB-Hunde durchgeprüft wurden. Leicht bedeckter Himmel und Temp. von 5-18°C begleite uns den ganzen Tag. Zur Prüfung wurden 4 Hunde gemeldet, alle Hunde wiesen einen hohen Ausbildungsstand auf, was sich in den überdurchschnittlich guten Ergebnissen widerspiegelt. Am Abend wurde noch lange im Feriendorf Forsthaus Auerberg zusammengesessen, vielen Dank an die teilnehmenden „Damen“ für die großartige Abendversorgung. Recht herzlichen Dank an die Richter und Richteranwärter aus 6 versch. Bundesländern. Alle gemeldet Hunde wurden durchgeführt und prämiert.
Mario Gießler (Prüfungsleiter)
Richtergruppe 1: Förster, Stefan (FW, Bericht, LG 12) / Döpp, Ernst (FW, LG 4) / Apel, Andreas (FW) / Arens Marita (LG4) / Rieger, Timo (RAN LG1) / Selbach Michael (RAN)
1. Preis mit 248 Punkten
QUECKE II VOM WILDERERSTEIN 25-313, BRAUN, Hündin , gew. 04.10.2025 nach >S KONGO VOM DOLMAR 22-031 4033 aus >|S: JULE II VOM WILDERERSTEIN 23-005 3103 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E. u. F.: Maik Härter 06493 Harzgerode/Strassberg
Vereinsmünze in gold
Dunkelbraune, gut proportionierte Hündin mit leicht gewelltem dichtem Haar, guter Unterwolle auch am Bauch. Die Augen sind gut eingesetzt und geschlossen, sie steht auf geraden Läufen und hat ein flüssiges Gangwerk. Läufe und Rute sind ansprechend befedert. Ruhiges und freundliches Wesen.
Stockmaß: 48 cm
Schweiß: Ruhige Arbeit, die von guter Zusammenarbeit geprägt ist. Schweiß+WB wird gemeldet, Haken werden sicher ausgearbeitet, zügig bis zum Stück. Stöbern: An LH-Dickung mit dichtem Unterwuchs geschnallt nimmt Quecke die Dickung mit Drang und Finderwillen an, geht in die Tiefe und zeigt eine systematische Suche. Nach 5min wird sie laut und jagt ein Reh, von dem sie abgerufen werden kann. Erneut an gleicher Dickung an anderer Stelle geschnallt, findet sie in der Tiefe nach 11min Wild und jagt dieses, nach 17min verlässt ein Alttier bei einem Richter den abgestellten Bereich, die Hündin kann abgepfiffen werden. Im Wasser arbeitet Quecke hartnäckig im Schilf, das Buschieren erfolgt ruhig und systematisch. Bei allen Apportierarbeiten wird das Wild mit gutem Griff aufgenommen, danach freudig, zügig und willig zum Führer gebracht und sauber im Sitzen ausgegeben. Die junge Hündin erledigt alle Arbeiten mustergültig, hat einen perfekten Gehorsam und den Willen mit ihrem Führer zusammenzuarbeiten. Es war eine Freude dem Gespann bei der Arbeit zuzusehen. Die erst 11 Monate alte Hündin zeigt keine schwächen und wird Prüfungssieger. Das Gespann zeigt eindrucksvoll, was leistungsstarke und hervorragend abgerichtete Hunde in der Hand eines routinierten Ausbilders auch in diesem Alter in der Lage sind zu leisten. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 03.09.2026 in Schlossvippach
Fw.: SgVJ Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
8 8 8 8 8 – – j 8 8 j 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8
3. Preis mit 176 Punkten
\ KILADALENS MONTANA SE 21-68381, ROT, Hündin , gew. 25.10.2021 nach >S(:) CARLSSON VON DER ALTEN ALLER 17-199 3043 aus >S VENUS VOM WILDERERSTEIN 17-557 4026 Z.: Bill Hakansson S- Norrköping E. u. F.: Bill Hakansson S- Norrköping
Vereinsmünze in bronze
Gut proportionierte semmelfarbige Hündin mit unkupierter Rute (Schweden). Das Haar ist glatt und dicht, die Augen sind gut eingesetzt. Das Gangwerk ist flüssig und sie steht auf geraden Läufen. Gehörgänge weit und offen. Freundliches und aufgeschlossenes Wesen.
Stockmaß: 50 cm
Schweiß: Gut am Anschuss angesetzt beginnt eine ruhige Suche. Den ersten Haken meistert das Gespann problemlos, beim zweiten Haken nimmt die Hündin eine frische Verleitung an. Der Führer erkennt das sofort und legt die Hündin kurz ab um Ruhe in sie zu bringen. Im weiteren Verlauf der Fährte kommt etwas Nervosität ins Gespann. Das Stück wird sicher gefunden. Stöbern: An einer Buchenverjüngung zum Stöbern geschnallt sucht Montana zunächst im Nahbereich des Führers und lässt den Drang in die Tiefe vermissen. Sie sucht hier eher in die Breite. Es fehlt der Arbeit an System und dem unbedingten Willen Wild zu finden. Kontrollhund wird geschickt und kann ebenfalls kein Wild bestätigen. Bringen Hase: Leider greift der Führer zu früh zum Hasen, so gibt Montana im Stehen aus. Stöbern ohne Ente: Es braucht einen Steinwurf, um die Hündin in die Deckung zu leiten. Dort arbeitet sie eher im Deckungsrand als in der Tiefe. Arbeit unter der Flinte: Hier zeigt sie eine sehr schnelle Arbeit, etwas mehr Ruhe wäre wünschenswert. Bringt die Ente korrekt. Im gehorsam ist die Hündin sehr gut durchgearbeitet und liegt jederzeit fest in der Hand des Führers. Der weitgereiste Führer (Schweden) scheut keinen Aufwand, um seine Hündin in Deutschland zur GP zu führen, Hut ab vor der Passion des Gespannes. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 03.10.2025 in Hayn
Fw.: sg-v Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
3 8 6 – 7 – – j 8 4 j 8 7 8 8 8 8 8 8 – 8 8
Richtergruppe 2: Gießler, Mario (FW, Bericht) / Schwarz, Patrick (FW-RAN, LG 1) / Kempf, Stephanie (FW-RA, LG 1) / Dietrich, Martin (RAN LG12) / Hose, Paul (RAN LG4)
3. Preis mit 230 Punkten
\S MARIE VOM WILDERERSTEIN 24-046, BRAUN, Hündin , gew. 12.01.2024 nach >S TONI VON DREIANNEN 20-241 2988 aus >|S: HANNA II VOM WILDERERSTEIN 22-068 4020 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E. u. F.: Ronny Meineke 39291 Hohenziatz
Vereinsmünze in bronze
Freundliche, aufgeschlossene dunkelpigmentierte braune Hündin mit leicht gewelltem enganaliegendem Haar. Die mittelbraunen Augen sind gut eingesetzt, das Scherengebiss ist vollzählig. Die Proportionen sind stimmig, das Gangwerk ist flüssig und fehlerfrei.
Stockmaß: 48 cm
Stöbern: An einer NH-Dickung geschnallt, beginnt sofort eine systematische in die Tiefe gehende Suche. Nach 8min wird Marie laut und jagt anhaltend, wechselnd zwischen Stand- und Spurlaut schweres Wild. Nach 10min verlässt ein Rotspießer die Dickung und Marie folgt diesem. Nach 5min kehrt sie zurück in den abgestellten Bereich und stöbert weiter, kann dann von ihrem Führer abgerufen werden. Schweiß: Marie arbeitet die Fährte von Anfang an präzise und zügig, trotz Dickungsnähe lässt sie sich nicht beirren. Der erste Haken wird leicht überschossen das Gespann korrigiert sich umgehend selbst. Danach sicher zum Stück. Hase: Arbeitet die Spur schnell und sauber bis 70m vor dem Hasen, folgt dann einer rechtwinkligen Verleitung. Nachdem Sie selbstständig zurückkehrt wird sie erneut angesetzt und folgt der selben Verleitung noch einmal. Nochmals angesetzt findet und bringt Marie den Hasen perfekt. Stöbern o. Ente: Marie sucht zunächst das nahegelegene Schilf gründlich ab. Sie wird über die Wasserfläche geschickt sucht aber das gegenüberliegende Schilf nicht komplett ab. Sie konzentriert ihre systematische Suche heute eher auf die Deckung im Nahbereich des Führers. Buschieren: Marie kann perfekt gelenkt werden, sucht anfangs etwas kurz, nach perfekten Bringen der Ente wird die Suche intensiver. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 26.09.2026 in Hohenziatz
Fw.: v Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
8 8 4 8 8 – – j 8 5 j 8 6 8 8 8 8 8 8 8 8 8
3. Preis mit 197 Punkten
\ KATZENBEISSER’S REGENT 22-347, BRAUN, Rüde , gew. 03.05.2022 nach >S KANTU VOM BORNTAL 20-319 2951 aus \: KATZENBEISSER’S PANJA 17-293 2829 Z.: Wilfried Schlecht 74348 Lauffen E. u. F.: Marcel Hüttemann 72461 Albstadt
Vereinsmünze in bronze
Freundlicher großrahmiger , gut im Rechteck stehender, dunkel pigmentierter Rüde mit typischen Rüdenschädel. Im Gebiss fehlt jeweils oben der P3 beidseitig. Ein Scheidezahn I3 oben rechts ist verletzt. Im Gangwerk dreht der Rüde aus, hinten geht er aufgrund einer Verletzung etwas steif.
Stockmaß: 56 cm
Stöbern: Regent wird an einem komplett einsehbaren Teilbereich einer größeren Mischwalddickung geschnallt und sucht diesen systematisch ab. Insgesamt fehlt es der Arbeit an Tiefe. Ein eingesetzter Kontrollhund konnte kein Wildvorkommen bestätigen. Schweiß: Gerecht zur Fährte gelegt beginnt Regent eine konzentrierte, punktgenaue Arbeit bis zum ersten Haken, an welchem der Führer aufgrund einer Unachtsamkeit den Hund nicht wie ansonsten ließt und erhält einen Rückruf. Der weitere Fährtenverlauf wird zügig und sicher gemeistert. Verlorensuche Wasser: Bei der Verlorensuche im Wasser bekommt Regent die Ente mehrmals nicht in den Wind, kreist dadurch großräumig und wird mehrmals angesetzt. Stöbern ohne Ente: Der Rüde sucht das am Rande gelegene Schilf gründlich ab, wird mehrmals über die Wasserfläche geschickt sucht gut das Randschilf ab. Der Rüde konzentriert seine systematische Suche leider nur auf die Randbereiche des Gewässers. Arbeit unter der Flinte: Hochpassioniert sucht Regent weiträumig um seinen Führer. Im Verlauf der Arbeit buschiert der Rüde unter der Flinte und lässt sich gut lenken. Der Hunde wurde von seinem Führer gut auf die Prüfung vorbereitet. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 13.10.2023 in Hayn Straßberg
Fw.: nggd Körperliche Mängel: Oben beidseitig P3 fehlt Wesensmängel: keine
4 8 8 8 6 – – j 5 6 j 8 6 8 8 8 8 8 8 – 7 7


