Am 17.-18.10.2026 fand ein Prüfungswochenende der LG Sachsen-Anhalt in Hayn/Straßberg statt. Geprüft wurden EPB und GP-Hunde in gemischten Gruppen. Wiederholt nutzten wir die Reviere der Gräflich Ortenburg´schen Forstverwaltung. Die abwechslungsreichen Revierverhältnisse ermöglichen es ohne großen Fahraufwand, zwischen den verschiedenen Fächern, die Prüfung durchzuführen. Große Waldwiesen, verschiedene Teiche mit hohem Deckungsanteil, Baumhölzer unterschiedlichen Alters und große Dickungskomplexe boten den Hunden optimale Bedingungen, um ihr Können zu zeigen. Am Samstag starte der Prüfungstag mit leichtem Regen und Wind, dieser ließ im Prüfungsverlauf nach und es durchbrach hin und wieder die Sonne die Wolkendecke. Sonntags war es trocken und windstill. Bedanken möchten wir uns beim „Bauernstübl“ in Neudorf für die Mittagsversorgung. Der Großteil der Prüfungsteilnehmer hatte Quartier im „Feriendorf Forsthaus Auerberg“ bezogen, vielen Dank an Kathrin. Abends überraschte uns Marita Arens und Ernst Döpp mit einem Sauerländer Imbiss, bei angenehmer Atmosphäre wurde noch lange zusammengesessen. Zur Prüfung wurden 5 EPB- und 4 GP-Hunde gemeldet, leider konnte ein Hund die EPB nicht bestehen und wurde zurückgezogen, alle anderen Hunde wurden durchgeprüft.
Maik Härter (Prüfungsleiter)
Richtergruppe 1: Hahn, Volker (Bericht, FW, LG 02) / Apel, Andreas (FW) / Geßler, Alexander (FW) / Arens Marita (LG 04)
2. Preis mit 234 Punkten
\ NORRIS VOM WILDERERSTEIN 24-227, HELLTIGER, Rüde , gew. 25.04.2024 nach >S DRAGO VOM WILDERERSTEIN 20-481 3048 aus >|S BURGEL VOM WILDERERSTEIN 19-539 2916 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E.: Christoph Schilp 06901 Kemberg F.: Ines Schilp 06901 Kemberg
Vereinsmünze in silber
Kräftiger gut im Rechteck stehender Helltiger-Rüde mit geschlechtsbetontem Kopf, parallele Vorderhand, strammer Rücken, gut gewinkelte Hinterhand, flüssiges Gangwerk, leicht gewelltes, dichtes Haar. Augen geschlossen und gut eingesetzt. Gehörgänge offen. Arbeitsfreudiger und passionierter Rüde mit ausgeglichenem Wesen.
Stockmaß: 51 cm
Federwildschleppe: Der Rüde arbeitet die Schleppe sicher aus und nimmt gut auf. Auf dem Rückweg rutscht ihm die Ente aus dem Fang, diese wird selbständig wieder aufgenommen und korrekt gebracht. Fuchs: Der Rüde musste dreimal angesetzt werden, findet dann korrekt und bringt problemlos. Stöbern: Norris löst sich sofort von der Führerin, findet nach einer systematischen Suche in der Tiefe ein Stück Rehwild, das aus dem Trieb gejagt wurde, wird von einem Prüfungsteilnehmer abgerufen, lässt daraufhin vom Stück ab, nimmt die Dickung erneut an und stöbert intensiv weiter. Beim Stöbern ohne Ente überwindet der Rüde problemlos das offene Wasser und sucht in die Deckung, hier zeigt er eine ausdauernde und hartnäckige Arbeit. Findet in der tiefe eine wildlebende Ente. Kann nach 12min von der Führerin abgerufen werden. Bei allen Arbeiten wird das Wasser, ohne zu zögern angenommen, lässt sich sehr gut lenken. Die Schweißfährte wird ruhig und konzentriert bis zum Stück gearbeitet. Der arbeitsfreudige und führige Rüde liegt jederzeit fest in der Hand der Führerin und präsentiert sich am Prüfungstag als sehr gut abgerichteter Waldgebrauchshund. Leider verhindert eine Unachtsamkeit beim Bringen der Ente den verdienten 1. Preis. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 03.10.2025 in LG 13
Fw.: SG-V Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
8 6 8 4 8 – – j 8 8 j 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8
3. Preis mit 191 Punkten
\ LUCA VOM KÖNIGSTRUPP 24-032, BRAUNSCH., Rüde , gew. 17.01.2024 nach \(:) JOSCHA VOM SCHLEHBUSCH 20-552 aus \S DRUSCHBA VOM WISENTWALD 18-265 Z.: Florian König 88693 Deggenhausertal E. u. F.: Ines Schilp 06901 Kemberg
Vereinsmünze in bronze
Mittelschwerer Braunschimmelrüde mit leichtem Kopf, strammer Rücken, leicht gewelltem Haar und flüssigem Gang, dreht vorne links ein. Gehörgänge offen und sauber, Augen geschlossen. Führerbezogener Rüde mit freundlichem Wesen.
Stockmaß: 50 cm
Stöbern: An einer Buchendickung geschickt löst sich der Rüde sofort von der Führerin. Luca sucht überwiegend im Nahbereich, geht nicht ausreichend in die Tiefe. Findet kein Wild. Kontrollhund wurde eingesetzt, fand auch kein Wild. Bringen Fuchs: Der Fuchs wurde mehrfach abgelegt und selbständig aufgenommen. Riemenarbeit: Nach zügigem Beginn wurde der erste Haken überschossen und es erfolgte ein Rückruf. Die Führerin greift zurück und setzt erneut an, findet am Haken den Abgang und findet das nachfolgende Wundbett. Jetzt erfolgt eine ruhige und punktgenaue Arbeit bis kurz vor den zweiten Haken, dieser wird geschnitten, danach findet das Gespann in Anlehnung zum Fährtenverlauf zum Stück. Stöber o. Ente: Die Arbeit beschränkt sich auf die Randbereiche der Deckung und das offene Wasser. Der Rüde lässt den Drang in die Tiefe, Härte und Finderwillen vermissen, eine wildlebende Ente befand sich in der Deckung, wurde aber nicht gefunden. Luca zeigt beim Buschieren eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Führerin. Ruhe auf Schuss und Bringzuverlässigkeit ohne Beanstandung. Allg. Gehorsam: Der Weg zu verschiedenen Fächern wurde überwiegend am langen Arm (ziehen an der Leine) angetreten. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 06.09.2025 in Lg 13
Fw.: SG Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
4 8 8 6 5 – – j 8 4 j 7 8 8 8 8 8 8 8 – 6 8
Richtergruppe 2: Gießler, Mario (FW, Bericht) / Kröckel, Tim / Döpp, Ernst (FW, LG 04) / Zillies, Dirk (RAN PRTCD)
3. Preis mit 183 Punkten
> GRILLE VON DER DONAREICHE 24-241, BRAUN, Hündin , gew. 07.05.2024 nach \ EDGAR VON DER ALTEN ALLER 22-078 aus >S WERA VOM WILDERERSTEIN 17-567 2867 Z.: Thomas Schwichtenberg 23883 Brunsmark E. u. F.: Thomas Schwichtenberg 23883 Brunsmark
Vereinsmünze in bronze
Ansprechende braune Hündin mit gutem Haar und stimmigen Proportionen. Gute eingesetzte und geschlossene Augen. Das Gangwerk ist flüssig und ohne Mängel. Der P3 oben rechts ist nicht sichtbar, laut Attest ist dieser aber angelegt. Freundliche und aufgeschlossene Hündin.
Stockmaß: 48 cm
Stöbern: Die Hündin wird an einer Nadel- Laubmischdickung zur Suche geschickt. Die Hündin zeigt sofort Willen Wild zu finden. Nach etwa 11 min kommt Grille in Führernähe, wechselt über eine angrenzende Wiese, sucht dort intensiv und geht in eine Douglasiendickung und sucht diese selbständig ab. Grille wird nach 25 min ohne Wildkontakt angeleint, auch der Kontrollhund findet kein Wild. Schweiß: ruhige und konstante Arbeit, der Hundeführer vertraute seiner Hündin nicht vollständig was zu Unsicherheiten am Enden der Fährte führte. Buschieren: Die Buschierarbeit ist nicht raumgreifend, die Hündin arbeitet nur in unmittelbarer Nähe des Führers aber dort harmonisch. Stöbern ohne Ente: Die Hündin zeigt hier eine selbständige und ausdauernde Arbeit. Beim Bringen aus tiefem Wasser gab es Abzüge da sie nicht im Sitzen ausgibt. Beim Bringen des Hasen muss der Führer leicht einwirken. Der erfahrene Führer stellt eine gute durchgearbeitet und gehorsame Hündin vor. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 03.10.2025 in Hayn/Straßberg
Fw.: SG-V Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
7 7 6 – 7 – – j 8 8 j 5 4 8 8 8 8 8 8 – 8 8
3. Preis mit 166 Punkten
\ JOSSA VON DER DRACHENSCHLUCHT 23-143, HELLTIGER, Hündin , gew. 30.03.2023 nach >S JIMMY VON DER SCHWEMME 20-303 aus \S ILKA VON DER BUCHKLINGE 20-003 Z.: Dirk Wilken Hartwig 34346 Hann. Münden E. u. F.: Daniel Möller 34212 Melsungen
Vereinsmünze in bronze
Jossa ist eine HT-Hündin mit ansprechendem Kopf und freundlichem Wesen. Sie hat einen langen Rücken, steile Hinterhand und wirkt dadurch leicht überbaut. Das Gangwerk ist flüssig, Auge gut eingesetzt und geschlossen. Überzähliger M3 unten rechts. Die Rute wirkt unkupiert. Auf Rückfrage erklärt der HF das Jossa nicht kupiert ist.
Stockmaß: 51 cm
Stöbern: Die Hündin wird an einer Nadelmischwalddickung zur Suche geschickt. Nach 4 min markiert Jossa alte Fährte und kommt daraufhin zum Führer zurück. Die Hündin wird erneut geschickt und kann von einem abgestellten Richter gesehen werden. Die Arbeit dauert insgesamt 23 min, in der Zeit kommt die Hündin noch zwei Mal zum Führer und wird wieder zum Stöbern geschickt. Auch der Kontrollhund findet kein Wild. Schweiß: Von Anfang an eine stürmische Suche bis zum ersten Haken, der HF meldet regelmäßig Schweiß. Nach dem ersten Haken geht er einer Verleitung nach und erhält einen Rückruf. Am gemeldeten Schweiß wieder angesetzt arbeitet die unkonzentrierte Hündin die Fährte bis zum Stück. Die gesamte Arbeit ist von Unsicherheit geprägt. Stöbern o. Ente: Die Hündin steigt öfter aus kommt über Land zurück, lässt sich aber wieder in Richtung der Deckung schicken. Es sind einige Kommandos notwendig. Beim Bringen aus tiefem Wasser zeigt die Hündin Schwächen. Benötigt Unterstützung bei der Verlorensuche im Wasser. Beim Buschieren braucht der HF einige laute Kommandos, um die Hündin unter der Flinte zu halten, sucht vom Schuss unbeeindruckt weiter. Bis auf den Apport am Wasser stellt der HF auf seiner ersten GP eine gut durchgearbeitete und führige Hündin vor. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 04.09.2024 in LG 07
Fw.: G Körperliche Mängel: keine Wesensmängel: keine
6 8 8 – 5 – – j 5 6 j 4 6 8 7 8 8 8 8 – 6 8
