Gebrauchsprüfung am 01.10.2022 in Hayn/Straßberg

Am 01.-02.10.2022 fand eine GP der LG Sachsen-Anhalt in den Revieren der Gräflich Ortenburg´schen Forstverwaltung in Hayn/Straßberg statt. Wir fanden für die Prüfung sehr gute Revierverhältnisse vor, hervorzuheben sind die kurzen Wege, finden wir doch auf kleiner Fläche für alle Fächer passende Revierteile vor. Dauerregen am ersten Prüfungstag trübten die Stimmung keineswegs, zeigten die angetretenen Gespanne überwiegend ansprechende Leistungen. Für die Wasserarbeit standen Waldteiche mit reichlich Schachtelhalmbewuchs zur Verfügung. Große Waldwiesen und noch vorhandene Fichtenbaumhölzer konnten für die Schleppen und das Buschieren genutzt werden. In großen Laub- und Nadelholzdickungen konnten am zweiten Prüfungstag die Hunde ihrer Stöberpassion zeigen. Zur Prüfung wurden 7 Hunde gemeldet, von denen 6 Hunde durchgeprüft und 5 prämiert werden konnten. Leider konnten zwei Hunde die Prüfung nicht bestehen. Vielen Dank an dieser Stelle an die teilweise weitangereisten Richter ohne die das hohe Prüfungsaufkommen nicht zu stemmen wäre.
Maik Härter (Prüfungsleiter)

Richtergruppe 1:     Oelze, Karsten (FW, Bericht) / Frey, Roger (FW, LG 02) / Dellin, Christoph (LG 01) / Apel, Andreas (RAN)

1. Preis mit 224 Punkten
>S TARO VON DREIANNEN 20-237, ROT, Rüde , gew. 19.03.2020 nach >S(:) CARLSSON VON DER ALTEN ALLER 17-199 aus >S SKY VON DREIANNEN 17-550 Z.: Gerd Härter 38889 Rübeland E. u. F.: Torsten Wirringa 26524 Halbemonde
Vereinsmünze in gold
Ein rehroter Rüde vom kräftigen Schlag mit dicht gewelltem Haar, vollzahnigem Scherengebiss und offenen Gehörgängen mit flüssigem Gangwerk. Er steht gut im Rechteck und kommt dem Idealtyp sehr nah.
Stockmaß: 50 cm
Stöbern: An einer Buchendickung zum Stöbern geschickt, sucht er mit starken Finderwillen und System in die Tiefe. Er findet am gegenüberliegenden Teil der Dickung ein Reh, jagt dieses dann über einen Fahrweg und wird dann dort von einem abgestellten Schützen abgerufen und angeleint. Gesamtzeit der Arbeit ca. 18 min Schweiß: In einem Fichtenaltzholz beginnt der Rüde eine zügige Suche die zu jeder Zeit punktgenau und in gutem Zusammenspiel mit seinem Führer verläuft. Die Haken stellen das Gespann ebenfalls vor keine Herausforderung. Arbeit unter der Flinte: Bei der Arbeit unter der Flinte besticht der Rüde durch seinen ausgeprägten Gehorsam und reagiert auf jeden Pfiff und Ruf seines Führers. Die übrigen Noten sprechen für sich und zeigen, dass sich der engagierte Erstlings-GP-Führer mit seinem Rüden viel Arbeit und Mühe gemacht hat und ihm in der Vorbereitung kein Weg zu weit war! – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 01.10.2021 in Hayn/Straßberg
Fw.: V    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 8 – 8 – – j 8 8 j 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 

2. Preis mit 216 Punkten
> BIRKA II VOM WILDERERSTEIN 19-537, BRAUN, Hündin , gew. 18.10.2019 nach > YARO VOM DUNKLEN SCHLAG 14-303 2637 aus >S RONJA VOM WILDERERSTEIN 15-479 2727 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E. u. F.: Martin Lau 66424 Homburg
Vereinsmünze in silber
Birka ist eine braune freundliche Hündin vom mittleren Schlag, sie hat ein dunkles Auge und dichtes glattes Haar. Die Rückenlinie ist gerade. Sie hat leichte Fehler im Gangwerk, geht vorn etwas zeheneng und dreht hinten leicht aus.
Stockmaß: 48 cm
Stöbern: An einer Buchendickung geht die Hündin sofort mit Drang in die Tiefe, die Arbeit ist raumgreifend und planvoll, findet nach ca. 12 min ein Reh und jagt dieses durchs gesamte Treiben, überquert dabei einen Fahrweg, kurz danach macht das Reh einen Wiedergang, bringt es dann in Brackenart zurück ins Treiben und kann beim Überqueren einer Rückegasse ohne Probleme abgerufen und angeleint werden. Dauer ca. 16 min. Schweiß: Als einziger Hundeführer mit aufgedocktem Lederschweißriemen am Anschuss, beginnt eine ruhige und fokussierte Suche. Aufgrund einer ganz frischen Verleitung vor dem zweiten Haken legt der Führer Birka kurz ab. Danach geht es in gewohnt ruhiger Arbeitsweise bis zum Stück. Wasserarbeit: Nach der Schussfestigkeit Wasser bringt der Hund die Ente durch den angrenzenden Schilfgürtel, wobei der Führer ein Sicherheitskommando gibt. Hasenschleppe: Beim Zurückkommen der Hündin gibt der HF ein Orientierungskommando, wodurch die Hündin korrekt bringt. Beim Buschieren stach die ruhige und harmonische Arbeit der Hündin besonders hervor. Sie hat sich zu keinem Zeitpunkt und durch nichts aus der Ruhe bringen lassen (stark befahrene Straße). Der routinierte Führer bildet mit seiner Hündin ein harmonisches Gespann. Beide arbeiten in ruhiger Manier hervorragend zusammen. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 10.09.2021 in Hayn/Straßberg
Fw.: SG    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 6 – 8 – – j 8 8 j 6 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 

3. Preis mit 201 Punkten
> CUNO VOM WILDERERSTEIN 20-219, HELLTIGER, Rüde , gew. 06.03.2020 nach > YARO VOM DUNKLEN SCHLAG 14-303 2637 aus >|S WANDA II VOM WILDERERSTEIN 17-565 2851 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E. u. F.: Thorsten Koch 33014 Bad Driburg
Vereinsmünze in silber
Cuno ist ein formschöner helltiger Rüde mit gut eingesetztem Auge, vollzahnigem Scherengebiss und offenen Gehörgängen. Er geht hinten leicht zeheneng, hat dichtes und leicht gewelltes Haar. Er überzeugt mit seinem freundlichen Wesen und einem sehr guten Pflegezustand.
Stockmaß: 52 cm
Stöbern: In einer Fichtendickung zum Stöbern geschnallt, nach ca.5min findet der Rüde eine relativ frische Fährte, arbeitet diese Laut aus, bricht nach ca. 30 min ab, kehrt dann zum Führer zurück. Nach einer angemessenen Ruhezeit wird er in einer Laubholzdickung erneut zur Suche geschickt und zeigt dort ca. 17 min eine intensive Stöberarbeit, ohne erneuten Wildkontakt. Schweiß: In einem gemischten Altbestand (Fichte/ Birke) gerecht zur Fährte gelegt beginnt eine zügige und zielorientierte Suche. Es lässt sich früh erkennen, dass Hund und Führer ein eingespieltes Team sind. Beide Haken wurden souverän ausgearbeitet und das Gespann findet zügig und sicher zum Stück. Arbeit u. d. Flinte: Am Anfang der Suche ist der Rüde etwas zu weit, wird dann kürzer und besser. Es fehlt am flüssigen Ablauf und der Zusammenarbeit zwischen Führer und Hund. Bringzuverlässigkeit: Bringt nach leichter Führereinwirkung. Cuno zeigt eine passionierte und weiträumige Stöberarbeit im Wasser, wobei er sich sehr gut lenken lässt. Der engagierte Führer absolviert seine erste GP souverän mit seinem Cuno und wird mit einem hohen zweiten Preis belohnt. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 02.10.2021 in Hayn/Straßberg
Fw.: SG    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 8 – 8 – – j 8 8 j 8 6 8 5 8 8 8 8 – 8 8 

3. Preis mit 187 Punkten
> CALLE VOM WILDERERSTEIN 20-215, BRAUNSCHECK, Rüde , gew. 06.03.2020 nach > YARO VOM DUNKLEN SCHLAG 14-303 2637 aus >|S WANDA II VOM WILDERERSTEIN 17-565 2851 Z.: Maik Härter 06493 Harzgerode Ot Strassberg E. u. F.: Rene Herrmann 08321 Zschorlau
Vereinsmünze in bronze
Ein formschöner kräftiger helltiger Rüde mit gut eingesetztem mittelbraunen Augen, vollzahnigem Scherengebiss, leicht gewelltem Haar und korrektem Gangwerk. Er kommt dem Idealtyp sehr nah. Pflegezustand sehr gut. Angenehm ruhiges Wesen.
Stockmaß: 52 cm
Stöbern: In einer Buchennaturverjüngung zum Stöbern geschnallt, sucht Calle sofort in die Tiefe und gibt dort auf ca. 300m kurz Laut. Er sucht dann ohne Wild zu verfolgen in der Nachbardickung weiter und wird danach auf dem Rückwechsel über eine stark befahrene Straße vom Führer auf Anweisung der Richter abgefangen. Stöberdauer ca. 25 min. Schweiß: Bis zum ersten Haken eine sehr zielorientierte Suche im Fichtenaltholz. Diesen überschießt das Gespann und erhält aufgrund dessen einen Abruf. Der zweite Haken wird souverän gemeistert. Arbeit unter der Flinte: Hier sehen wir keine klassische Buschierarbeit. Der Rüde sucht überwiegend außerhalb der Schrotschussentfernung und kann nur durch energische Kommandos unter der Flinte gehalten werden. Bringzuverlässigkeit: Ohne Kommando und energisches Einwirken des Führers hätte der Rüde nicht verlässlich zugetragen. Im Wasser zeigt der Rüde ansprechende Leistungen nach einer passionierten und weiträumigen Stöberarbeit, wird bei der anschließenden Verlorensuche die Ente unter Ausnutzung des Windes sicher gefunden und perfekt zugetragen. Calle und sein Führer bilden ein harmonisches Gespann und absolvieren die GP sicher. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 01.10.2021 in Hayn/Straßberg
Fw.: V    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 8 – 6 – – j 8 8 j 8 3 8 3 8 8 8 8 – 8 8 

Richtergruppe 2:     Apel, Bernd (Bericht, FW) / Reis, Matthias / Auch-Schwarz, Christian (FW, LG 01)

2. Preis mit 204 Punkten
> JANNI JOANNIDIS VOM EBERSBURGER HOLZ 19-132, ROT, Rüde , gew. 17.02.2019 nach >S QUIRINUS VON DREIANNEN 15-522 aus >S TINA VOM WILDERERSTEIN 16-546 2796 Z.: Alexander Gessler 88099 Neukirch E. u. F.: Marc Bohnenberger 71720 Oberstenfeld
Vereinsmünze in silber
Vom Gesamtbild passender dunkel pigmentierter roter Rüde, mit geschlechtsbetontem Schädel, angenehmem Wesen, stellt Ellenbogen leicht aus und dreht Mittelfußgelenk leicht nach außen.
Stockmaß: 51 cm
Stöbern: Wird an einem Roteichenstangenholz mit dichtem Unterwuchs geschnallt, geht zielstrebig in den zugewiesenen Dickungsbereich, arbeitet sich systematisch in die Tiefe, kommt nach geraumer Zeit kurz in Führernähe, sucht selbständig weiter in die Tiefe und wird von den abgestellten Richtern mehrfach bei der Stöberarbeit beobachtet. Wird nach 20 Minuten vom Führer abgerufen und angeleint. Schweiß: Vom Anschuss weg sucht der Rüde punktgenau in Schweißhundemanier bis zum zweiten Haken, dort hängt der Hund kurz einer Verleitung nach, korrigiert sich selbst und findet sicher zum Stück. Stöbern o. Ente: Beim Stöbern o. Ente braucht der Rüde am Anfang einige aufmunternde Kommandos um sich über die offene Wasserfläche in die Deckung schicken zu lassen. Zeigt uns aber anschließend eine intensive weiträumige Suche in der Deckung bis er nach 14 min. vom Führer abgerufen und angeleint wird. Alle Apportierfächer werden sauber und mit Bravour von dem Rüden ausgeführt. Die Richter konnten über beide Prüfungstage hinweg ein sehr harmonisches Gespann beurteilen. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 19.09.2020 in B-W
Fw.: SG    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 8 – 8 – – j 8 6 j 8 8 8 8 8 8 8 8 – 8 8 

ohne Preis mit 172 Punkten
> JOHANN VOM EBERSBURGER HOLZ 19-134, BRAUNSCH., Rüde , gew. 17.02.2019 nach >S QUIRINUS VON DREIANNEN 15-522 aus >S TINA VOM WILDERERSTEIN 16-546 2796 Z.: Alexander Gessler 88099 Neukirch E. u. F.: Sebastian Abel 72667 Schlaitdorf
Gut proportionierter Mantelschimmel- Rüde vom derben Schlag mit dichtem, leicht gewelltem Haar und trockenem Kopf. Kommt dem Idealtyp sehr nah. Leichte Fehler in der Vorderhand schmälern das Gesamtbild.
Stockmaß: 50 cm
An Eichenstangenholz mit Unterwuchs geschickt, geht der Rüde in die Tiefe und gerät sofort außer Sicht. Aus Sicherheitsgründen nach ca. 40 Min. in Straßennähe mit Hilfe eines Ortungsgerätes eingefangen. Der Rüde hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehrere Dickungen durchgearbeitet ohne dabei auf Wild zu stoßen. Schweiß: Der Rüde sucht fährtensicher bis zum ersten Haken,dort bemerkt der Führer eine leichte Unsicherheit des Rüden.Erneut angesetzt wird der Haken sauber ausgearbeitet. Danach wird die Fährte in loser Anlehnung gearbeitet, kurz vor dem ausgelegten Stück erhält das Gespann einen Rückruf. Erneut angesetzt wird das Stück gefunden. Stöbern o. Ente: Der Rüde zeigt uns eine weiträumige intensive Suche im Teich, lässt sich gut von seinem Führer lenken. Nach 12 min vom Führer abgerufen und angeleint. Bei der Verlorensuche im Wasser sind intensive Kommandos von Nöten um den Rüden an die ausgelegte Ente zu bekommen. Die Enten beim Bringen a.t. Wasser werden sauber gebracht und ausgegeben. Hase: Der Rüde arbeitet zügig zum Stück, nimmt zügig auf, auf der halben Distanz beginnt der Hund den Hasen anzuschneiden. Nach einem Kommando des Führers bringt er dennoch den angeschnittenen Hasen. Trotz der insgesamt sehr ordentlichen Vorbereitung des Rüden, konnte das Gespann die Prüfung leider nicht bestehen. – Stöbern m. Ente übernommen aus Prüfung am 11.09.2020 in Hayn/Straßberg
Fw.: SG-V    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
8 8 0 – 5 – – j 4 8 j 8 8 8 8 6 7 8 8 – 8 8 

ohne Preis mit 15 Punkten
>|(:) HASKA VON DER DIEMEL 18-379 2855, BRAUNSCH., Hündin , gew. 13.05.2018 nach >S GOJA VOM DOLMAR 11-460 2540 aus \ GRETEL VOM EBERSBURGER HOLZ 15-508 Z.: Carmen Jäkel 34474 Diemelstadt Wrexen E. u. F.: Klaus Rohde 34519 Diemelsee
zur FW-Bewertung nicht mehr anwesend.
Stockmaß:
Schweiß: nach Einweisen des Gespannes am Anschuss sucht die Hündin zielsicher nach vorn, kommt nach dem ersten Haken von der Fährte ab und erhält einen Rückruf. Im weiteren Verlauf der Fährtenarbeit wird ein Fuchs flüchtig, welcher unmittelbar am ausgelegten Stück vorbeikommt. Das Gespann findet zum Schnallpunkt und die Hündin wird zum Bringselverweisen geschnallt. Sie kommt zügig zum Stück nimmt aber dort das Bringsel nicht auf, möglicherweise durch die Irritation der frischen Fuchs Witterung. Kommt danach noch mehrmals zum Stück ohne das Bringsel aufzunehmen, kehrt anschließend zu ihrem Führer zurück und arbeitet dann am Riemen zum Stück. Stöbern o. Ente: Die Hündin nimmt das Wasser nur zögerlich an und bleibt im Nahbereich des Führers, sie lässt sich nicht zum weiteren Stöbern animieren. Nach Bekanntgabe der Note zieht der Führer die Hündin von der Prüfung zurück.
Fw.:    Körperliche Mängel: keine    Wesensmängel: keine
– – – – 5 – 0 – – 0 – – – – – – – – – – – –