Protokoll der Landesgruppenversammlung 2021

Protokoll LG13_Versammlung_21 (zum Download klicken)

 

Protokoll der Landesgruppenversammlung am 28.08.2021 um 10:00 Uhr im Forsthaus auf dem Auerberg

 

1. Vorsitzender:
Andreas Drube
2. Vorsitzender:
Roy Langhof
Zuchtwart:
Maik Härter
stv. Zuchtwart Andreas Drube
Prüfungswart:
Jens Radtke
stv. Prüfungswart Bernd Apel
Schatzmeister:
Ronald Sittel
Protokoll führung durch den Schriftführer Alexander Geßler

 

Der Vorsitzende Andreas Drube begrüßt um 10:00 Uhr die Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit fest (siehe Anlage Anwesenheitsliste). Der gesamte Vorstand der Landesgruppe ist zugegen. Er weist auf die Formalien der 3G Auflagen und die dafür entsprechenden Listen hin. Es folgt das Totengedenken an die Verstorbenen der LG.

Er erläutert die besonderen Ereignisse des vergangenen Jahres unter den erschwerten Coronabedingungen, insbesondere die ausgefallenen Jugendprüfungen im Frühjahr und die dadurch erhöhte Anzahl der Herbstprüfungen stellten eine große Herausforderung an alle Beteiligten dar.

Die Mitgliederbewegungen der Landesgruppe und die aktuelle Mitgliederzahl von 349 finden Erwähnung. Die Mitgliederbilanz der LG zeigt einen anhaltenden Zuwachs. Die LG hat 24 Richter; davon 19 FW-Richter und 11 Richter SW, 1 RA und 2 RA-SW.

Er bedankt sich namentlich bei den Pächtern der Hasenrevieren, welche durch die LG für die Durchführung von Prüfungen genutzt werden können.

Es fanden einige Welpenspieltage bei unterschiedlichen Züchtern statt, 1 WSP rundete den Familientag mit über 60 Teilnehmern im Juli ab. Auch hier bedankt sich der LG-Vorsitzende herzlichst bei den Organisatoren. Eine größere Anzahl von Übungstagen in SW-Gatter Trautenstein wurde von Familie Härter betreut.

Die nun schon traditionelle VSwP in Hayn- verantwortlich Maik Härter- erfreute sich großer Nachfrage und wurde mit Erfolg durchgeführt.

Ehrungen:
25 Jahre Vereinsmitglied: Ehrennadel in Silber an Karsten Berbig; Uwe Eitel; Stefan Ernst; Klaus Gerold; Peter Pille; Lothar Streithoff und Ulrich Weinrich

40 Jahre Vereinsmitglied: Ehrennadel in Gold an Karl Friedrich Kaufmann und Dr. Herbert Müsch.

Die JGHV Ehrengaben in Form der Plakette und Anstecknadel in Bronze für 5 erfolgreiche geführte GP und VSwP werden an Bernd Apel und Mario Gießler vergeben.

An Maik Härter wurden 3 Ehrengaben des JGHV überreicht:

2-mal die Plakette für Züchter, aus deren Zucht mindestens 5 Hunde mit einem 1. Preis auf Gebrauchsprüfung geführt haben oder die mindesten 5 selbst abgerichtete Hunde mit einem 1. Preis auf Gebrauchsprüfung geführt haben und die Ehrennadel in Bronze für Züchter, aus deren Zucht 10 verschiedene Hunde mit einem 1. Preis auf Gebrauchsprüfung geführt wurden.

 

 

 

Der Züchterpreis für den Zuchtjahrgang 2017 wird dem W-Wurf im Zwinger „vom Wildererstein“ mit (190,25) 190 Punkten verliehen. Alle sind Hunde geröntgt- alle ED-frei;7x HDA/B1xC; alle JP- 8x 1. Preis; 7 x EPB(1Hund verunfallt)- 5x 1. Preis,2×2.Preis; 5x GP- 3x 1. Preis,1×2.Preis,1x 3Preis; 1x VPS mit 1.Preis; 4 Hunde haben SW absolviert, davon 1 DW 40 h Fährte; 7x HN, 6x LZ“S“; 1x BTR; 1x TVW; 5x DWS;

Der Wanderpreis der besten GP (gestiftet von E. Döpp) wurde an DWS > S Wanda II vom Wilderestein; ZBDW 17-565;2851; JP. 1. Preis 128Pkt.; EPB. 1. Preis mit 102 Pkt.; GP. 1.Preis mit 363 Pkt. Mit Bringen Fuchs und Totverweisen; BTR.; VPS mit 228Pkt.; HD-A und ED Frei; SW \,\ / \\\ vergeben. Leider ist die Hündin bei einer Jagd tödlich von Sauen geschlagen worden.

Es fanden mehrere dezentrale S- Jagden im Dez.20 und Jan.21 statt, einige DW konnten das LZ „S“ ablegen. Vielleicht auch ein Resultat der Übungstage in den SW-Gattern.

  1. Drube dankt auch hierfür den Beständern der Reviere und den Organisatoren (M. Härter; H. Koth; J. Radtke; H. Hartung, B. Apel).

Die Kasse ist stabil und gibt Anlass zur Freude. Vorstandsitzungen wurden situationsbedingt nicht abgehalten, die laufende Kommunikation des Landesgruppenvorstandes erfolgte über die üblichen Medien.

Es fand eine Richterschulung des JGHV zur VSwP statt, an der auch viele Vertreter anderer Rassen teilgenommen haben.

Er erwähnt die eigentliche Verantwortung der LG im Hinblick auf die Durchführung einer HV, äußert sich aber kritisch auf die Machbarkeit im Hinblick auf die derzeitige Situation im Bereich der Forstwirtschaft.

Er äußert sich positiv zur Zusammenarbeit mit dem bisherigen Vorstand und erklärt das Procedere der diesjährigen Briefwahl des Bundesvorstandes.

Er geht kurz auf die Aktionen und Leserbriefe in der DWZ ein. Eine Diskussion zu diesem Thema kommt nicht auf. Er erklärt das Vorgehen der LG im Hinblick und die Anwendung des §5 der PO.

Er erklärt, dass die „Zuwanderung“ vieler Mitglieder aus anderen Landesgruppen kritisch betrachtet wird. Hier ist eine Klärung in der Anwendung Satzung/OKM Anlage 3 notwendig. Er erläutert diesbezüglich seine Sicht der Dinge.

Abschließend äußert sich A. Drube mit Stolz auf das Erreichte, merkt aber auch dieses Mal wieder an, dass noch weitere Mitglieder Verantwortung in der Organisation von Aktivitäten übernehmen sollten. Er weist darauf hin, dass schon die ersten Jagden abgesagt wurden.

Der Zuchtwart der LG erläuterte das Zuchtgeschehen 2020 in der LG folgendermaßen:

Es war ein zuchtintensives Jahr, Grundstein dafür und einen reibungslosen Ablauf war die gute Zusammenarbeit. Er bat darum Deckmarken / Deckscheine nicht kurzfristig, sondern frühzeitig zu beantragen, eine intensive Zuchtberatung ist ansonsten nicht möglich. Die Wurfabnahmen wurden durch den betreuenden Tierarzt vorgenommen. Probleme traten z. B. bei der Farbbestimmung auf.

Der Zwinger vom Harzjäger wurde auf die Tochter, zugehörig zu einer anderen Landesgruppe, überschrieben.

Es werden aktuell 32 aktive Züchter (Zuchtaktivität innerhalb der letzten 10 Jahre) von der Ostsee bis an den Bodensee durch die LG betreut. Er sieht den Anspruch einiger Züchter im Hinblick auf den Deckrüden in der Nähe sehr kritisch im Hinblick auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Im ZJ 2020 wurden19 (33) Deckscheine ausgegeben. Aus 22 beim ZBA registrierten Deckvorgängen (26) gingen 21 (21) Würfe mit 134 (150) Welpen hervor: (64/70; 6,3 (7,1) Welpen/Wurf). In 2020 wurden 16 Welpen weniger geb. als 2019. Die LG hat ca. 25% Anteil am Gesamtzuchtgeschehen bei 7% der Mitglieder. 2020 war kein Zuchtvorgang im Osten der LG registriert, das dritte Jahr in Folge. Es blieb 1 Hündin leer, 4 Würfe fielen mit über 8 Welpen. Nach Farbschlägen (10xbrauner Stamm 47%; 5xbs-Stamm 23%; 6xmix 28%)

Der Leistungsstand der eing. Zuchttiere ist erfreulicherweise recht hoch. 7 der eingesetzten Hündinnen haben eine GP absolviert. Da für die Zucht das Beste gerade gut genug ist, sollte es Ziel jedes Züchters sein, seinen Hund auf der Meisterprüfung des VDW zu führen. Derzeit stehen über 58 Zuchtrüden in der LG (und auf der HP gelistet). Alle auf der HP fehlenden Angaben sind „Bringschulden“. Die HP wird von Zuchtwarten und Züchtern stark frequentiert. Im Berichtszeitraum wurden13 Deckmarken an 10 versch. Rüden ausgegeben, 10 Deckakte erfolgreich (Rest leer oder nicht gedeckt).

Ausblick 2021

Für 2021 wurden bisher 17 (7) Deckscheine ausgestellt- alle fanden Verwendung. In 2021 fielen bisher 16 Würfe mit 102 Welpen, 1 Wurf steht noch aus, 3 Hündinnen blieben leer. Es besteht ein reges Zuchtinteresse für das 2. Halbjahr. Die Welpennachfrage ist noch immer so hoch wie noch nie, es bestehen viele Anfragen aus dem Ausland (Finnland, Litauen, Polen, USA, Czechen, Schweden…). Bisher wurden 20 Deckmarken ausgegeben.

Zuchtgeschehen innerhalb der LG 2005-2020

Im Durchschnitt fielen 86 Welpen aus 14 Würfen. 2020 wiederholt hohes Zuchtgeschehen (134 Welpen aus 21 Würfe), 2021 zeichnet sich ein ähnlicher Verlauf ab. Für die Zukunft gilt: LG darf nicht nur durch hohe Welpenzahlen auffallen, sondern auch durch Qualität (Qualitätssicherung!).


 Zuchtgeschehen Gesamtverein:

Auf Bundesebene gab es im ZJ 2020 121 Zwingervorgänge (92 Würfe) aus denen 568 Welpen fielen, 51 Welpen weniger als 2019.

Er sieht nachfolgende Probleme in den Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit der Jagdhunde (alle Rassen): Keine Wertschätzung der Schärfe mit oftmals falscher Einschätzung, Prüfungsergebnisse und Gesundheit machen einen Hund zuchttauglich und brauchbar, jedoch enthalten diese Werte keine Aussage über Zucht- und Praxiswürdigkeit.

Informationen Zuchtwartetagung / HV/ Gesamtverein

Die Zuchtwartetagung ist coronabedingt im Februar dieses Jahrs ausgefallen. Das von verschiedenen Seiten angestrebte Kupierverbot unter Aspekten des Tierschutzgesetz ist ein großes Thema im JGHV, eine Resolution (Erklärung) ist erfolgt. Die Wurfabnahmen werden aufgrund einer Empfehlung des VDH durch den TA vorgenommen. Wie soll der Umgang ausl. Zuchthunde im VDW unter Beachtung der VDH Zuchtordnung (S. 10), VDW Zuchtordnung (S. 2 Punkt 2.3) gelöst werden?

Nach 1,5 Jahren (nach Zuchtwartetagung) wurde dieses Thema vom Zuchtleiter noch nicht abschließend aufgearbeitet, es gibt noch immer Unsicherheiten bei der Vorgehensweise. Der Zuchtleiter hat versäumt ausländische Hunde ins Dogbase aufzunehmen, obwohl die Unterlagen vom Besitzer zur Verfügung gestellt wurden. Die Anfragen an den Zuchtleiter blieben meist ergebnislos.

Im abschließenden Statement bemängelt er, dass die Rückläufe der Unterlagen „Zucht“ (Deckschein/Wurfschein/…) verspätet oder erst auf Anfrage erfolgen. Er bedankt sich bei diejenigen, welche ihn bei der Bewältigung der Aufgaben unterstützen.

Bericht Prüfungswart

Der PW Jens Radtke bedankt sich bei allen Richtern, Anwärtern, Revierpächtern, Forstbetrieben und Privatforsten. Er weist darauf hin, dass alles getan wird diese Reviere auch für die Zukunft zu sichern. Insgesamt muss eingeschätzt werden das die Landesgruppe Sachsen-Anhalt, wie schon in den letzten Jahren, die mit Abstand meisten Prüfungen in ganz Deutschland durchführt. Das Ziel flächendeckend Prüfungen in Sachsen-Anhalt anzubieten, konnte erreicht werden. Es muss weiterhin versucht werden, neue Reviere zu organisieren, um der sehr hohen Nachfrage gerecht zu werden. Aber auch andere Reviere werden genutzt. Es war wieder festzustellen, dass es einen starken Zulauf von Hunden aus ganz Deutschland nach Sachsen-Anhalt gab. Auch Hundeführer aus anderen Ländern haben in unserer Landesgruppe geführt.

Der Berichtszeitraum erstreckt sich dieses Mal über 2 Jahre.

Durch den Ausbruch der Corona Pandemie hatte es erhebliche Einschränkungen bei der Durchführung der Prüfungen gegeben. So konnte ein großer Teil der geplanten Prüfungen im Frühjahr 2020 nicht durchgeführt werden. Der Verein VDW reagierte auf das Problem und erließ Sonderregelungen für die Prüfungen. Es wurden Jugendprüfungen im Sommer organisiert, die Altersbeschränkung aufgehoben und die Teilung von Prüfungen erleichtert.

 

 

Alle Möglichkeiten wurden ausgeschöpft, um Prüfungen zu ermöglichen. Es wurden JP an Wochentagen durchgeführt. Dabei wurde sehr zeitig mit Prüfungen begonnen. So trafen wir uns Beispielsweise bereit morgens 06:00 Uhr und haben die Hasenspuren absolviert. Im kühleren Wald wurden anschließend die anderen Fächer geprüft. Dabei war es erstaunlich, wie die Hunde die Trockenheit und hohen Temperaturen meisterten. Es wurden auch Hunde, wenn es erforderlich war an 2 Tagen geprüft. Am Ende konnten alle Gespanne, die im Frühjahr gemeldet hatten ein Prüfungsplatz angeboten werden.

Bei den Herbstprüfungen waren der Inzidenzwert etwas besser und die Einschränkungen hielten sich in Grenzen.

Im Frühjahr 2021 war es möglich eine Vielzahl von Jugendprüfungen zu organisieren. Dabei wurde die Hygienekonzepte strikt eingehalten. Es wurden 91 DW auf 13 JP `en geprüft- 44 x 1.Pr., 25 x 2.Pr., 20x 3.Pr. und 2x ohne.

Trotzdem war es einigen Hundeführern nicht möglich an Jugendprüfungen teilzunehmen. Gründe waren z.B. die Erkrankung von Hundeführern bzw. Hundeführerinnen. Dann konnten gemeldete HF aus Dänemark nicht einreisen. Es wird versucht, in diesem Herbst die erforderlichen Plätze zu schaffen um allen eine Change zu geben ihre Hunde zu führen und wir die erforderlichen Erkenntnisse für die Zucht zu erlangen.

In 2020 wurden in der LG insgesamt 129 DW geprüft. Davon entfallen 77 DW auf 22 JP(die hohe Anzahl JP `en erklärt sich durch die Coronabedingte Verlagerung auf den Spätsommer/Herbst in tlw. Kleinstprüfungen)– 31x 1.Pr.,22x 2. Pr., 12x 3.Pr. und 7x ohne ;4 DW auf 1 EP- 1x 3.Pr, 3x ohne; 27 DW auf 5 EPB- 13x 1. Pr., 9×2.Pr., 3×3.Pr. und 2x ohne; 21 DW auf 2 GP- 7×1.Pr.,4×2.Pr.,8x3Pr. und 2x ohne.

An dieser Stelle einen großen Dank an alle Revierinhaber die unkompliziert ihr Revier zur Verfügung gestellt haben. Nur dadurch war es möglich alle Hunde zu prüfen. Der PW erwähnt, dass dies nur durch den hervorragenden Kontakt der festgelegten Betreuer der LG zu den Hasenrevierpächtern möglich ist.

Ein besonderer Dank auch an die Richter die in dieser Ausnahmesituation teilweise kurzfristig zur Verfügung standen.

Bericht Kassenwart

Der Gesamtbestand der Kasse hat im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Die Kassenprüfer Hr. Festerling und Hr. Gießler bestätigen dem Kassenwart eine korrekte Führung. Die Kassenprüfer bitten die Versammlung um Entlastung des Vorstands. Diese erfolgt einstimmig. Neuer Kassenprüfer als Ersatz für Hr. Festerling ist Michael Rippl- Bauermeister.

Verschiedenes

Uwe Hoppstock spricht sich kritisch zur Änderung der Zulassungsvoraussetzungen von Hunden zu den Brauchbarkeitsprüfungen aus. Der LJV lässt Hunde aus nicht JGHV zugehörigen Zuchtvereinen zu. Er hinterfragt, wie sich VR verhalten sollen, wenn Meldungen zu Prüfungen folgen. Er kritisiert heftig, dass der LJV Sachsen Anhalt auch die Prüfungsordnung von Hundevereinen anerkennt, die nicht dem JGHV angehören und somit Schwarzzüchtern die Türen geöffnet werden. Er gibt zu bedenken, dass damit eine jahrzehntelange jagdliche Leistungs-, Wesens- und Gesundheitszucht zerstört wird. Hundezüchter tragen eine sehr große Verantwortung, aber dieser scheint man sich auf Funktionärsebene nicht bewusst zu sein. A. Drube bezieht sich auf die PO der Brauchbarkeiten und weist darauf hin, dass die Prüfungsleitung die PO des VDW zu beachten hat und nur Hunde aus JGHV zugehörigen Vereinen zulassen darf.

Andreas Drube beendet die Veranstaltung um 12:20 Uhr.

Alexander Geßler

Schriftführer