S-Jagd 2026 der Landesgruppe Sachsen- Anhalt

 

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Die S-Jagd 2026 der Landesgruppe Sachsen-Anhalt im VDW fand vom 22. bis 26. Januar statt und knüpfte in bewährter Weise an die vergangenen Jahre an. Bereits im Vorfeld zeigte sich (eventuell auch bedingt aufgrund der Berichte vergangener Jahre zu Organisation, Betreuung und der ganz hervorragenden Bewirtung durch routinierte Spezialisten des HoGa- Gewerbes) das große Interesse an dieser einzigartigen Form der Leistungsüberprüfung: Über 30 Anmeldungen gingen ein, sodass eine Auswahl getroffen werden musste. Entsprechend der Ausschreibung erhielten vorrangig Mitglieder der Landesgruppe Sachsen-Anhalt sowie Gespanne mit Hunden aus Zwingern der Landesgruppe beziehungsweise Hunde, die im unterjährigen Jagdbetrieb des Forstbetriebes regelmäßig eingesetzt werden, eine Zusage. Aufgrund der Wetterlage mit Schnee und teilweise auch vereisten oder verharschten Flächen wurden einige Reviere oder partielle Revierteile unter Beachtung des Tierschutzes nicht genutzt und fielen somit ersatzlos weg. Schlussendlich wurden 20 Hunde angenommen, deren Arbeiten an fünf aufeinanderfolgenden Jagdtagen unter praxisnahen Bedingungen bewertet werden sollten. Der Hauptorganisator Maik Härter und das Organisationsteam machen sich jetzt schon Gedanken dazu, wie zukünftig bei sich ändernden Bedingungen kurzfristigst auf andere Reviere ausgewichen werden kann, um keinem passionierten Hundeführer absagen zu müssen.

Die Witterung stellte die Organisatoren in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen. Eine geschlossene Schneedecke zwang dazu, kurzfristig umzuplanen, da einzelne Revierbereiche nicht wie vorgesehen bejagt werden konnten. Gleichwohl kamen sämtliche betreuten Reviere der Gräflich Ortenburg´schen Forstverwaltung zum Einsatz, sodass an jedem Jagdtag geeignete Flächen zur Verfügung standen. Die Bestände zeichneten sich durch eine große strukturelle Vielfalt aus. Nadel- und Laubholzdickungen wechselten mit Brombeerkomplexen, Altgrasflächen, Plateau- und Hanglagen. Teilweise fanden sich nahezu bürstendichte Fichtennaturverjüngungen, die den Hunden hohe körperliche und mentale Anforderungen abverlangten. Durch ein gut ausgebautes Wegenetz sowie Schneisen waren die Revierteile dennoch so erschlossen, dass ein sicherer Ablauf gewährleistet werden konnte.

Das Schwarzwildvorkommen war als sicher und die Dichte als hoch einzustufen. Bereits im Vorfeld war durch fachkundiges Monitoring angekündigt worden, dass noch keine Bachen gefrischt hatten. Diese Einschätzung bestätigte sich während der gesamten Jagdtage. Weder hochbeschlagene Bachen noch Wurfkessel oder kleine gestreifte Frischlinge wurden festgestellt. Andernfalls wäre die Jagd unverzüglich abgebrochen worden. Die Freigaben waren bewusst eingeschränkt, um gewachsene Rottenstrukturen nicht zu zerstören. Erlegt wurden ausschließlich männliches Schwarzwild sowie Frischlinge beiderlei Geschlechts. Dieses verantwortungsvolle Vorgehen unterstreicht, wie eng tierschutzgerechte Jagdausübung und fachlich fundiertes Bestandsmanagement miteinander verknüpft sind.

Der Ablauf der einzelnen Jagdtage war unterschiedlich gestaltet. Von Donnerstag bis Montag wurden sowohl kleinräumige Einsätze in überschaubaren Gruppen durchgeführt, bei denen gezielt bekannte Einstandsbereiche des Schwarzwildes aufgesucht wurden, als auch großräumigere Ansätze mit zeitlich gestaffeltem Schnallen einzelner Hunde. Erst im Anschluss entwickelte sich der „normale Jagdbetrieb“, bei dem mehrere Gespanne zeitgleich im Einsatz standen. Diese Variation diente dazu, den Hunden unterschiedliche Situationen zu bieten und ihre Leistungen unter variierenden Rahmenbedingungen beurteilen zu können. Insbesondere das teilweise sehr gut mögliche Abfährten im Schnee ermöglichte es, Wechsel, Fährtenverläufe und das Verhalten der Stücke nachvollziehbar zu dokumentieren und die Arbeit der Hunde differenziert einzuordnen.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurden die Anforderungen an eine Leistung, die eine Beantragung des LN-S nach sich zieht, klar erläutert. Das bloße Ausarbeiten einer Fluchtfährte oder das reine Hinterherlaufen hinter flüchtigem Schwarzwild genügt diesen Ansprüchen nicht! Bei der gegebenen Schwarzwilddichte würde sich nahezu immer ein Stück finden lassen, das ohne nennenswerten Druck den Einstand verlässt. Eine solche Situation stellt jedoch nicht den zuverlässig am wehrhaften oder nicht rücken wollenden Schwarzwild jagenden Hund heraus. Ebenso bedingt das Verlassen eines Einstandes ohne erkennbare Widerstände keine beantragungswürdige Leistung, auch wenn die Prüfungsordnung dies möglicherweise zulassen würde. Maßgeblich ist vielmehr das selbstständige, anhaltende und kontrollierte Arbeiten am Schwarzwild, insbesondere wenn dieses kampferprobt ist oder deutlich erkennen lässt, dass es den Einstand nicht freiwillig aufgeben möchte.

Gerade hierin zeigte sich das unterschiedliche Verhalten der Sauen in diesem Jahr. Teilweise traten kampferprobte Stücke auf, die sich dem Hundedruck nicht sofort entzogen und den Hunden standhielten. In solchen Situationen wurde deutlich, welche Hunde über die erforderliche Härte, Ausdauer und Wildschärfe verfügen, um auch an wehrhaftem Schwarzwild konsequent zu arbeiten. Die Bewertung erfolgte dabei stets unter der Prämisse, störende Einflüsse wie beispielsweise in der Entfernung fallende Schüsse oder Laut gebende Hunde weitestgehend auszuschließen. Der gesamte organisatorische Rahmen ordnete sich der Hundearbeit unter. Mehrfach wurden sich bietende Möglichkeiten zur Erlegung von Schwarzwild bewusst nicht genutzt, um die Arbeit der eingesetzten Hunde gefährdungs-, zweifelsfrei und ohne Verfälschung beurteilen zu können. Diese konsequente Zurücknahme jagdlicher Chancen zugunsten einer objektiven Leistungsbewertung verdeutlicht den hohen Stellenwert, den das Jagdgebrauchshundewesen innerhalb der Landesgruppe einnimmt.

Die Organisation der Jagdtage verlief routiniert und ruhig. Nach zentraler Ansprache mit Sicherheitsbelehrung und Erläuterung der Freigaben wurden die Gruppen eingeteilt und die Gespanne in die jeweiligen Revierbereiche verbracht. Die eingesetzten Richter reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an und brachten eine rasseübergreifende Fachkompetenz ein, die eine sachliche und fundierte Beurteilung der gezeigten Arbeiten sicherstellte. Das konstruktive Miteinander von Richtern, Hundeführern und Revierverantwortlichen trug wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Insgesamt konnte an allen fünf Jagdtagen Schwarzwild zur Strecke gebracht werden, wobei der Schwerpunkt entsprechend der Zielsetzung auf der Hundearbeit und nicht auf einer möglichst hohen Gesamtstrecke lag. Für sieben Hunde wurde letztlich das LN-S beantragt. Darüber hinaus zeigten mehrere Hunde überzeugende Arbeiten, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht in eine Beantragung mündeten. Gleichwohl bestätigten diese Leistungen das insgesamt hohe züchterische und ausbildungsstandmäßige Niveau der vorgestellten Gespanne und die Bedeutung praxisnaher Einsätze im regulären Jagdbetrieb. Die frühe kontrollierte Einarbeitung junger Hunde unter erfahrener Betreuung im Schwarzwildgatter trägt sicher auch einen wesentlichen Beitrag dazu bei.

Neben der jagdlichen Arbeit kam selbstverständlich auch der kameradschaftliche und brauchtumspflegende Teil nicht zu kurz. Die Versorgung während der Jagdtage wurde durch das bewährte und absolut routinierte Team vom Bauernstübl Neudorf, dem Forsthaus Auerberg sowie der Ortenburg´schen Forstverwaltung sichergestellt. Mittag- und Abendessen wurden dankenswerterweise vom Forstbetrieb gesponsert. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an Kathrin Kirchhoff vom Forsthaus Auerberg, welche die Beherbergung der Ortsfremden über die gesamte Zeit ermöglichte, Liane Lukas und dem „Strammen“ für die Bewirtung vor Ort sowie Julia Jendrek für die Rundumversorgung im zentralen Treffpunkt auf dem Forsthof Straßberg.

Eine Abendveranstaltung auf dem Forsthof in Straßberg bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch in entspannter Atmosphäre. Am reichhaltigen Buffet fanden sich unter anderem Feuerlachs, Wildhaxen, verschiedene Salate, Oberallgäuer Käse und Räucherfisch. Viele Teilnehmer beteiligten sich mit eigenen Mitbringseln, sodass ein vielfältiges Angebot entstand. Stellvertretend an oben Genannte sei der Dank hier erneut an alle Beteiligten dieses kulinarischen Feuerwerkes für die Vorbereitung und Organisation der Versorgung ausgesprochen.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Graf zu Ortenburg für die Bereitstellung der Reviere und die kontinuierliche Unterstützung des Jagdgebrauchshundewesens. Dass Ausbildung, Prüfung und praktischer Einsatz von Jagdgebrauchshunden hier nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich mitgetragen werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Die uneingeschränkte Nutzung sämtlicher betreuter Reviere ermöglichte es, die S-Jagd unter realistischen und zugleich anspruchsvollen Bedingungen durchzuführen.

Ein weiteres Danke an die Richter, welche zum Teil aus weit entfernten Regionen anreisten um die gemeldeten Wachtelhunde zu prüfen:

Abel Sebastian VDW LG 01
Apel Andreas VDW LG 13
Auch-Schwarz Christian VDW LG 01
Frey Roger VDW LG 01
Gießler Mario VDW LG 13
Hampl, Klaus Dieter VDW LG 01
Härter Bernd DK Thüringen
Härter Gerd VDW LG 13
Härter Maik VDW LG 13
Hasselberg Dirk VDW LG 13
Ixfeld Jan DTK
Jendrek Julia VDW LG 13
Langhof Roy VDW LG 13
Dahlheimer Axel VDW LG 01
Meineke Ronny VDW LG 13
Oelze Karsten VDW LG 13
Reis Matthias VDD Mittelrhein
Selbach Michael VDW LG 13
Suermann, Anna VDW LG 01
Wendt Manfred VDW LG 02
Wirringa Torsten RAN VDW LG 13

Die S-Jagd 2026 hat erneut gezeigt, dass eine konsequent an der Praxis orientierte Leistungsbewertung nur im echten Jagdbetrieb möglich ist. Hohe Schwarzwilddichte, unterschiedliche Geländestrukturen, wechselnde Witterungsbedingungen und kampferprobte Sauen stellten die Hunde vor Aufgaben, die ihre Anlagen und ihre Ausbildung gleichermaßen forderten. Die bewusste Fokussierung auf die Hundearbeit, die Einschränkung der Freigaben zum Erhalt stabiler Rottenstrukturen sowie das verantwortungsvolle Schwarzwildmonitoring bilden dabei die Grundlage für eine tierschutzgerechte und nachhaltige Jagdausübung. In diesem Spannungsfeld zwischen jagdlicher Praxis und züchterischem Anspruch leistet die Landesgruppe Sachsen-Anhalt mit der Durchführung der S-Jagd einen wichtigen Beitrag zur Förderung leistungsfähiger, wildscharfer und verlässlicher Jagdgebrauchshunde.

Finn vom Entenparadies, 18-223
Führer: Sven Schlüter
Der jagderfahrene Deutsch-Wachtel Rüde „Finn vom Entenparadies“ wird im Revier Stangerode an einer dichten und mannshohen Brombeerfläche (0,5ha) mit angrenzender Buchennaturverjüngung (ca. 3ha) als einziger Hund zum Stöbern geschickt. Die Dickung ist seit Jahren als Tageseinstand für Schwarzwild bekannt. Wie vermutet befindet sich auch an diesem Tag Schwarzwild im Einstand. Der Rüde sucht zielstrebig in die Tiefe und wird in den Brombeeren Laut, Standlaut ist zu vernehmen, dieser wechselt in Hetzlaut. Gut hörbar arbeitet der Rüde an Schwarzwild. Auf einer Seite verlassen zwei Frischlinge den Einstand, Finn jagt auf der gegenüberliegenden Seite ein Stück Schwarzwild (über 50kg) mit Laut aus der Dickung. Das Stück kommt mehren Schützen, wird auf Grund der Freigabe nicht erlegt.
„LN-S beantragt“

Marie vom Wildererstein, 24-046
Führer: Ronny Meineke
Die DW-Hündin „Marie vom Wildererstein“ wird an einer etwa 10ha großen Nadelholzdickung (Douglasie, Lärche, Fichte, Kiefer) welche mit Altgras und Brombeere durchsetzt ist, geschnallt. Nach 5-minütiger intensiver Stöberarbeit findet die Hündin in der Tiefe hörbar wehrhaftes Wild. Aggressiver, selbstbewusster Standlaut ertönt aus dem Einstand. Langsam verlagert sich der Laut, der Hündin gelingt es das Wild nach einigen Minuten in Bewegung zu bringen. Marie hat eine Rotte Schwarzwild (Bache ca. 65kg, 2 Überläufer ca. 45kg, 5 Frischlinge ca. 30kg) gefunden und bedrängt diese massiv. Nach ausdauernder Arbeit wird die Rotte gesprengt und ein Frischling (ca. 30kg) verlässt vor dem Laut folgenden Hund den Einstand und wird beschossen, die dicht folgende Hündin greift und hält das noch lebende Stück bis es kurz darauf verendet.
„LN-S beantragt“

Jolle vom Wildererstein, 23-004
Führer: Udo Beinhauer
An einer ungleichmäßig aufgewachsenen Nadelholzdickung (ca. 15ha) zum Stöbern geschickt, wird „Jolle vom Wildererstein“ nach ca. 6min laut, Stand- und Hetzlaut wechseln sich ab. Eine Rotte Schwarzwild (ca. 6 Stück) an der die Hündin arbeitet kann bestätigt werden. Jolle arbeite etwa 10min innerhalb der Dickung und kann die Rotte sprengen. Ein Überläufer verlässt die Dickung, an andere Stelle jagt die Hündin eine Bache (ü. 70kg), einen Überläufer und 2 Frischlinge, die Bache und die beiden Frischlinge werden separiert und verlassen die Dickung über einen Erdweg und wechseln in die angrenzende Dickung mit viel Brombeere, Jolle folgt mit laut. Hier gelingt es der Hündin einen Frischling (ca. 15kg) zu fangen und zuverlässig zu halten, bis dieser abgefangen werden kann.
„LN-S beantragt

Lotte II vom Wildererstein, 23-332
Führer: Gerd Härter
An einer Douglasiendickung (ca. 5ha) welche mit Altgras und viel Brombeere durchsetzt ist, wird „Lotte II vom Wildererstein“ geschnallt. Die Hündin sucht die Dickung intensiv ab, sucht im weiten Bogen und findet nach 9 min auf der gegenüberliegenden Seite eine Rotte Schwarzwild, welche sofort energisch, hartnäckig und aggressiv bedrängt wird. In einigen Bereichen kann die Dickung eingesehen werden. Einer der Schützen kann beobachten, wie die Bache (ca. 60kg, aufgebrochen) versucht den Hund durch Attacken abzuwehren, währenddessen die Frischlinge (20kg, aufgebrochen) regungslos in der Deckung abwarten. Unbeeindruckt von der Wehrkraft der Bache arbeitet Lotte II entschlossen und selbstbewusst weiter an dieser. Nach etwa 4min ergreift die Bache die Flucht und wird dicht gefolgt von Lotte II mit Laut aus dem Einstand gejagt. Lotte II jagt weithörbar dem Stück nach und bringt es mehreren Schützen schussgerecht, die Freigabe am Jagdtag verhindert den Abschuss. Nachdem die Bache gefolgt von Lotte II den Einstand verlassen hat, können 2 Frischlinge erlegt werden.
„LN-S beantragt“

Orla vom Auberg, 20-535
Führer: Lutz-Peter Guschigk
Die Deutsch-Wachtel Hündin „Orla vom Auberg“ wird am Vormittag an einer ca. 6ha großen Nadelholzdickung (Douglasie, Fichte, Lärche) mit viel Altgras geschnallt. Durch Schneisen und Rückwege bietet der Einstand guten Überblick. Die vorhandenen frischen Fährten im Schnee lassen hoffen die Schwarzkittel anzutreffen. Die Hündin sucht das Gelände ab und findet nach etwa 3min ein einzelnes Stück Schwarzwild (Bache, ca. 60kg). Dieses bedrängt die Hündin für alle Beteiligten gut hörbar und bringt es in Bewegung, abermals stellt sich das Stück dem folgenden Hund, wieder in Bewegung gebracht jagt Orla das Stück anhaltend bis es nach etwa 5min den Einstand verlässt und eine angrenzende Straße überquert. Die Hündin folgt mit Laut dem Stück und jagt weithörbar. 
„LN-S beantragt“

Knuff II vom Wildererstein, 23-166
Führer: Uwe Heine
„Knuff II vom Wildererstein“ wird an einem etwa 15 ha großen Revierteil geschnallt. Auf der Gesamtfläche befinden sich Laub- und Nadelholzdickungen, Fichtennaturverjüngungshorste und Altgrasbereiche mit Brombeere und etwa 1ha 2-jährige Nadelholzkultur. Der Rüde arbeitet die Abteilung systematisch und in die Tiefe gehend durch. Nach etwa 15min Stöberarbeit findet der Rüde eine Rotte Schwarzwild (2 Bachen ca. 60kg; 6 Frischlinge ca. 25kg), welche sich in einer dichten, mannshohen Fichtennaturverjüngung eingeschoben hat. Der Rüde gibt anhaltend Standlaut, der sich nach etwa 3min verlagert, nach weiteren 3min gelingt es dem Rüden die Rotte in Bewegung zu bringen, die Rotte flüchtet durch die angrenzende Douglasiendickung, wechselt durch eine umzäunte Roteichenkultur und anschließend über einen Forstweg, vor dem mit laut folgendem Rüden.
„LN-S beantragt“

Jule II vom Wildererstein, 23-005
Führer: Maik Härter
An einer ca. 6ha großen Dickung, Südhang (Buchennaturverjüngung, durchsetzt mit großen/dichten Fichtennaturverjüngungspartien sowie Altgras mit Brombeere), wird „Jule II vom Wildererstein“ geschnallt. Jule sucht zügig in die Tiefe und findet nach etwa 3min in 150m Entfernung, in einer, in der Buchendickung eingebetteten ca. 0,5ha großen dichten Fichtennaturverjüngungsfläche hörbar Schwarzwild (Bache ca. 60kg, Überläufer, 3 Frischlinge). Aggressiver Standlaut und hörbar konsequentes Bedrängen bringen die Rotte in Kürze in Bewegung, Die Rotte wechselt durch eine Buchendickung (ca. 10-15 Jahre), in der angrenzenden Fichtendickung stellt sich die Rotte wieder dem Hund, konsequentes und beherztes nachsetzen, wobei Hund und Schwarzwild hörbar aggressiv und entschlossen agieren veranlassen letztendlich die Rotte zur Flucht. Die Rotte flüchtet hangabwärts, durch einen Bach und den folgenden Steilhang (Altbuche mit teilweise Naturverjüngung) hinauf. Einer der Schützen kann beobachten, wie die Rotte einen Buchennaturverjüngungshorst annimmt und den folgenden Hund erwartet. Jule II arbeitet unverzüglich in Deckung, greift beherzt einen gesunden Frischling (15-20kg aufgebrochen), worauf die restliche Rotte flüchtig die Deckung verlässt, der Frischling wird konsequent und sicher von Jule II gehalten, bis dieser abgefangen werden kann.
„LN-S beantragt“

Alexander Geßler LG 13