Verbandsschweiß- bzw. Verbandsfährtenschuhprüfung „auf dem Auerberg“ am 27.8.2016

Bereits zum 10. Mal konnte die Landesgruppe Sachsen-Anhalt im Verein Deutscher Wachtelhunde ihre Verbandsschweiß- bzw. Verbandsfährtenschuhprüfung „auf dem Auerberg“ ausrichten. In diesem Jahr meldeten sich 15 Gespanne zu dieser Prüfung an. Das Prüfungsrevier war das Revier Hayn der Gräflich Ortenburg‘schen Forstverwaltung. Die weiträumigen Fichtenwälder mit zahlreichen Buchenvoranbauten und natürlich gewachsener Verjüngung sowie die stetig wechselnde Topographie machen dieses Revier zu einem anspruchsvollen Prüfungsgelände. Neben Schwarz- und Rehwild sind auch zahlreiche Verleitungen durch die Hauptwildart Rotwild geboten.

Ein herzlicher Dank geht an alle Richter und Helfer, ohne die eine so hohe Anzahl an Gespannen nicht prüfbar gewesen wäre. Die Schweißrichter waren auf viele verschiedene Jagdgebrauchshundelager verteilt vertreten, u.a. aus diversen Vorstehhundvereinen, dem Verein Deutscher Wachtelhunde, dem Club Deutscher Jagdterrier sowie dem deutschem Teckelclub.

Pünktlich um 08:00 Uhr konnte Prüfungsleiter Maik Härter mit begleitendem Jagdhornbläserklang die Korona begrüßen. Von den 15 gemeldeten Gespannen waren letztendlich 14 am Prüfungstag erschienen. Neben deutschen Wachtelhunden stellten sich auch mehrere Kurzhaarteckel sowie zwei Parson Russel Terrier, ein Deutsch Kurzhaar und ein Deutscher Jagdterrier mitsamt ihrem Führer der anspruchsvollen Aufgabe einer erschwerten Schweißprüfung. Besonders erfreulich war es, dass sich mit Wolfgang Rüdiger  ein Mitglied des Bundesvorstands des Vereins Deutscher Wachtelhunde unter den zu prüfenden Gespannen wiederfand.

Nach einigen organisatorischen Punkten wurden im Anschluss die Schweißfährten ausgelost und die Prüfungskorona rückte verteilt auf vier Gruppen in das Prüfungsrevier aus. Bei heißem Sommerwetter (heißeste Wochenende des Jahres) wurden drei Gespanne auf der 40h-Schweißfährte, ein Gespann auf der 20h-Fährtenschuhprüfung sowie 10 Gespanne auf der 20h-Schweißfährte geprüft.

Gegen frühen Nachmittag kehrte die Prüfungskorona zurück in das Prüfungslokal. Unter Vorsitz des Prüfungsleiters erfolgte im Anschluss die Besprechung der gezeigten Leistungen auf den Schweiß- bzw. Fährtenschuhfährten. Nach angeregten Diskussionen konnte auch die Preiseinstufung bei gleichbewerteten Arbeiten festgelegt werden. Für alle Prüfungssieger spendete das alteingesessene Wachtelmitglied Werner Schmidt einen Ehrenpreis in Form eines tollen Jagdmessers. Herzlichen Dank dafür!

 

40h-Schweißfährte:

Prüfungssieger wurde die Wachtelhündin „Matilda vom Wildererstein“. Das Gespann zeigte eine tadellose Leistung, die mit einem SW/I bewertet wurde. Die Kurzhaarteckelhündin „Sammy vom Hof Härter“ konnte ihre Leistung vom letzten Jahr auf der 20h Fährte bestätigen und erreichte ein SW/II. Die PRT-Hündin „Whitney Houston vom Mahdenwald“ erreichte mit ihrem Führer ein SW/III. Herzlichen Glückwunsch den Gespannen.     img_6494

 

20h-Fährtenschuhprüfung:

Als einziges Gespann stellte sich Marko Vogel mit seinem Wachtelrüden „Heiko vom Geiseltalsee“ der Herausforderung der 20h-Fährte. Beide erreichten ein FS III.

 

20h-Schweißfährte:

Auf der 20h-Schweißfährte konnten außergewöhnliche 6 Gespanne mit einem SW I/ bewertet werden. Den SW I A Preis sicherte sich Ludwig Hemmer mit seiner Hündin „Exelenz Grandel vom Schloßgraben“. Das Gespann zeigte eine absolut überzeugende Leistung. Ebenfalls sehr gut präsentiert haben sich Iris Wohlfahrt und ihre PRT-Hündin „Susan Sarandon vom Mahdenwald“. Beide mussten sich knapp geschlagen geben und erreichten ein SW I B. Weiterhin erreichten „Nick vom Alten Kloster“ (DW), „Max vom Wildererstein“ (DW), „Esche vom Schloßgraben“ (KT) und „Tina vom Hof Härter“ (KT) ein hervorragendes SW I. Mit einem SW II wurden „Oskar von den Recknitzwiesen“ (DJT), „Lotte vom Wildererstein“ (DW) und „Erna vom Ebersburger Holz“ (DW) prämiert. Der Deutsch Kurzhaarrüde „Chino vom Feenzauber“ erreichte ein SW III. Allen Gespannen ein kräftiges Suchenheil!

Dieses überdurchschnittlich gute Ergebnis spiegelt einerseits den hohen Leistungsstand der angetretenen Gespanne wieder, zeigt aber auch, dass man das nötige Prüfungsglück braucht.

Voller Vorfreude blickt die Langdesgruppe Sachsen Anhalt nun auf die 11. VSwP/VFsP „auf dem Auerberg“ im kommenden Jahr. Alle Prüfungsinteressierten sollten sich frühzeitig bei der Geschäftsstelle melden.

 

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